Valentino Rossi, Marc Marquez - © Repsol

© Repsol – Valentino Rossi und Marc Marquez haben keinerlei Bestrafung zu befürchten

Das Rennen in Assen bescherte den Zuschauern ein spektakuläres Finish.

Valentino Rossi und Marc Marquez berührten sich in der letzten Kurve, Rossi musste die Strecke durch das Kiesbett abkürzen und gewann so das Rennen.

Marquez deutete anschließend mehrfach an, dass der Italiener damit gegen die Regeln verstoßen hätte. Die Rennleitung bestätigte das Ergebnis jedoch und Rossi durfte sich über seinen bereits neunten Sieg in Assen freuen.

Für Marquez, der sich um den Sieg gebracht fühlte, kommt es sogar noch schlimmer, denn Renndirektor Mike Webb erklärt: Wenn jemand in dieser Situation eine Strafe bekommen hätte, wäre es eher der Spanier selbst gewesen. „Natürlich haben wir den Vorfall aus allen Kameraperspektiven beobachtet, die uns zur Verfügung stehen. Die Entscheidung ist, dass es ein normaler Rennvorfall war“, berichtet Webb gegenüber ‚Crash.Net‘.

Seine Erklärung: „Niemand zog einen Vorteil daraus. Grundlage der Entscheidung ist in erster Linie die Helikopteraufnahme, die belegt, dass Valentino zu jedem Zeitpunkt in Führung lag.“ Marquez hingegen behauptet, dass er auf der gleichen Höhe mit Rossi gewesen sei. Webb widerspricht: „Valentino hatte das Recht auf die Rennlinie. Er lag vorne. Er wurde nicht überholt.“

„Es war zu spät, denn ich war bereits in der Schikane“, erklärt auch Rossi selbst und erinnert darüber hinaus an das Rennen in Laguna Seca im Jahr 2013. Damals überholte Marquez Rossi deutlich außerhalb der Strecke – und ging ebenfalls straffrei aus. Webb kritisiert währenddessen Marquez: „Es war ein hartes Manöver und es ist verboten, einen anderen Fahrer von der Linie zu drücken.“

Aber auch der Spanier kam ohne Strafe davon, denn: „Letztendlich sind sie in der Reihenfolge aus der Kurve gekommen, in der sie auch hineingefahren sind. Es gab keinen Vorteil. Ende der Geschichte.“ Offen bleibt damit allerdings die Frage, was passiert wäre, wenn Rossi gestürzt wäre und Marquez das Rennen gewonnen hätte. Webbs Aussage lässt vermuten, dass die Rennleitung in diesem Fall eingegriffen hätte.

Text von Ruben Zimmermann

Motorsport-Total.com
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