Jorge Lorenzo © Yamaha

© Yamaha – In Phillip Island krönte sich Jorge Lorenzo zum zweiten Mal als MotoGP-Champ

(Motorsport-Total.com) – Nach dem Titelgewinn 2010 konnte sich Jorge Lorenzo 2012 zum zweiten Mal als MotoGP-Weltmeister feiern lassen. Doch im Vergleich zu seiner ersten Meisterschaft musste der Spanier für den zweiten Triumph deutlich härter arbeiten.

Vor allem Dani Pedrosa machte im finalen Teil der Saison Lorenzo das Leben schwer. Seit den Verbesserungen an der RC213V im Sommer war Landsmann Pedrosa auf Augenhöhe mit Lorenzo.

Doch zu Beginn der Saison präsentierten sich zuerst einmal Yamaha und Lorenzo in beeindruckender Form. Gab Honda zum Ende der 800er-Ära noch den Ton an, so profitierten die Yamaha-Piloten von der Umstellung auf 1.000 Kubikzentimeter deutlich. Nicht nur Werkspilot Lorenzo sondern auch die beiden Tech-3-Piloten setzten sich mit guten Leistungen in Szene.

„Die Regeländerungen waren für uns ein Vorteil, weil wir dadurch am Kurvenausgang mehr Kraft hatten und weniger beim Topspeed verloren haben“, erklärt Lorenzo auf ‚MotoGP.com‘,
der offiziellen Seite der MotoGP. „Wir waren von Beginn an stärker.“ Mit dem Sieg in Katar, einer von Casey Stoners stärksten Strecken, setzte der Weltmeister von 2010 ein Ausrufezeichen.

„Wir hatten den bestmöglichen Start in die Saison. Doch dann hat Casey zwei Rennen gewonnen. Dennoch führten wir weiterhin die Meisterschaft an“, erinnert sich der spätere Weltmeister. Angeführt hat er die Meisterschaft nach den ersten drei Rennen nicht, aber sein Rückstand auf Tabellenführer Stoner betrug lediglich einen Punkt.

Im Regen von Le Mans, beim Heimrennen in Barcelona und auch in Silverstone war es aber wieder Lorenzo, der sich den Sieg holte, während Stoner nur Dritter, Vierter und Zweiter wurde. An die Läufe vier, fünf und sechs erinnert sich Lorenzo entsprechend gern: „Es folgten drei Siege in Folge. Dadurch hatten wir den Vorteil, der uns Sicherheit schenkte.“

Im Sommer platzten Stoners WM-Träume durch den Sturz in Indianapolis. Plötzlich war es Teamkollege Pedrosa, der die Rolle des Herausforderers einnahm. In Indianapolis gewann der Honda-Pilot souverän. Und auch in Brünn war der kleine Spanier in den Trainings stark. Im Rennen lieferten sich die beiden Spanier, die in der WM klar vorne lagen, einen engen Kampf.

„Brünn war sehr wichtig. Ich habe alles mir Mögliche versucht, um Dani zu besiegen. Ich hätte ihn beinahe geschnappt. Doch er war bergab stärker. Außerdem konnte ich meinen Trumpf nicht perfekt ausspielen. Er war nur noch 15 Punkte hinter mir, als wir nach Misano kamen“, blickt Yamaha-Pilot Lorenzo zurück.

Doch in Misano musste Pedrosa einen herben Dämpfer verarbeiten. Hector Barbera riss den Honda-Piloten bereits nach wenigen Kurven aus dem Rennen. Dadurch konnte Pedrosa die Meisterschaft nicht mehr aus eigener Kraft gewinnen. Die kommenden drei Rennen gewann der WM-Verfolger auf beeindruckende Art und Weise.

Die starke Form von Pedrosa hinderte Lorenzo an weiteren Siegen. „In Japan und Malaysia konnte ich die Pole-Position holen und wollte nach einem guten Start zu Beginn entkommen. Ich habe das Maximum gegeben, um zu gewinnen. Doch Dani war da. Er hatte nicht so viel zu verlieren“, analysiert der Weltmeister von 2012.

Beim Rennen in Mugello konnte sich Lorenzo letztmalig im Kampf durchsetzen. In Misano fuhr der Yamaha-Pilot nach dem Ausfall von Pedrosa entspannt zum Sieg. Der Weltmeister muss ertragen, dass Landsmann Pedrosa mit sieben Siegen die meisten Rennen der Saison 2012 gewann. Doch das ärgert den Weltmeister offensichtlich nur bedingt: „Die Meisterschaft ist wichtiger“, bemerkt er.

Text von Sebastian Fränzschky

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