Jorge Lorenzo - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Jorge Lorenzo schnappte sich in Barcelona bereits seinen vierten Sieg in Serie

Jorge Lorenzo fuhr auch in Barcelona wieder einen Start-Ziel-Sieg ein. Doch was von außen betrachtet relativ locker aussah, war in Wirklichkeit ein knallhartes Stück Arbeit.

„Es war eins meiner härtesten Rennen, ganz besonders die letzten zehn Runden“, berichtet der glückliche, aber auch erschöpfte Sieger nach seinem Heim-Grand-Prix. Yamaha-Teamkollege Valentino Rossi trieb den Spanier am Sonntag bis an seine Grenzen – und teilweise sogar darüber hinaus.

„In der Aufwärmrunde merkte ich schon, dass der Reifen nicht den gleichen Grip hatte“, erklärt Lorenzo seine Schwierigkeiten. „Ich musste etwas früher als gestern bremsen und hatte in der Kurve weniger Geschwindigkeit. Wir mussten die Leistung beim Beschleunigen an diesem Wochenende etwas mehr als auf anderen Strecken reduzieren, weil die Strecke am Kurvenausgang hier sehr uneben ist.“

„Ich hielt Valentino auf Distanz, der heute bei diesen heißen Temperaturen sehr gut gefahren ist. Für mich war es sehr schwierig, die Pace von gestern Morgen zu wiederholen“, berichtet der Spanier, der sich vor allem am Rennende nur mit Mühe vor Rossi halten konnte. „Ich musste viel riskieren, um den Vorsprung von zwei Sekunden zu halten, ich ging bis ans Limit“, verrät er.

„In einer Runde nahm er mir sechs Zehntel ab, also sagte ich mir, dass ich noch härter pushen muss. Ich musste sogar einen Crash riskieren. Normalerweise mache ich das nicht, aber heute musste ich es“, erklärt der WM-Zweite, der seinen Vorsprung letztendlich über die Ziellinie retten konnte und in der Weltmeisterschaft nun nur noch einen einzigen Punkt hinter Spitzenreiter Rossi liegt.

Um ein Haar wäre es zu einer Neuauflage des legendären Duells aus dem Jahr 2009 gekommen. „Ich hoffte, dass es nicht passiert“, erklärt Lorenzo anschließend mit einem Lachen. Viel Zeit zum Feiern bleibt ihm allerdings nicht, denn nun richtet er seinen Blick schon wieder auf das nächste Rennen. „Das Problem ist es, dass es in Assen manchmal regnet. Wenn es regnet, dann ist es nicht das gleiche. Manchmal bin ich sehr schnell und manchmal habe ich Probleme. Ich hoffe daher, dass wir in Assen ein trockenes Wochenende haben werden“, so der Spanier.

Insgesamt zeigt sich der Yamaha-Pilot allerdings sehr optimistisch: „Wir haben sechs von sieben Rennen gewonnen, das Motorrad funktioniert sehr gut. Wir müssen morgen (beim Test; Anm. d. Red.) weiter hart arbeiten, denn die anderen Hersteller schlafen nicht. Aber das Bike funktioniert sehr gut, ganz besonders im Rennen. Davon müssen wir in so vielen Rennen wie möglich profitieren.“

Text von Ruben Zimmermann

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