Jorge Lorenzo  - ©  FGlaenzel

© FGlaenzel – In Misano erhielt Jorge Lorenzos Yamaha die nötigen Technik-Updates

Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo nahm Anfang des Jahres zum zweiten Mal als Weltmeister eine MogoGP-Saison in Angriff. Nach den Wintertests rechnete Lorenzo damit, erneut gegen Landsmann Dani Pedrosa kämpfen zu müssen.

Doch Rookie Marc Marquez sollte sich als größter Rivale herausstellen. Am Ende lag der 20-Jährige vier Punkte vor Lorenzo, der seinen Titel wie bereits in der Saison 2011 nicht verteidigen konnte.

Der Sommer war ein Rückschlag für Lorenzo. Die Verletzung und die mangelnde Konkurrenzfähigkeit seiner Yamaha M1 ließen den Rückstand immer weiter anwachsen. Ab Misano erhielt er das Seamless-Getriebe, das die Honda-Piloten bereits seit 2011 zur Verfügung haben. „Wir haben das Motorrad in der Schlussphase der Saison stark verbessert. Hätte ich von Anfang an dieses Motorrad gehabt, hätte ich vielleicht mehr Rennen gewonnen“, lässt Lorenzo offen.

„Die größten Fehler sind mir in Assen und am Sachsenring passiert. In dieser Phase haben wir im Vergleich zu Marc viele Punkte verloren, was der Schlüssel war. Marc hat allerdings in Mugello und Phillip Island Fehler gemacht. Daher hat Marc die Meisterschaft verdient. Wir haben alles unternommen, um ihn nervös zu machen, er blieb aber ruhig und konzentriert“, beschreibt der entthronte Lorenzo, der mit viel Zuversicht in die Zukunft schaut.

„Wir drei befinden uns auf einem sehr hohen Niveau, die anderen können im Rennen nicht mit uns mithalten. Die Dinge können sich in der Zukunft ändern, aber unser Niveau ist sehr hoch. Da wird es schwer, sich zu steigern. Aber ich werde auch jeden Fall versuchen, im nächsten Jahr einen Schritt nach vorne zu machen, und Yamaha wird versuchen, das Motorrad zu verbessern“, erklärt Lorenzo. „Daher bin ich sehr zuversichtlich für das kommende Jahr.“

Beim dritten Rennen der Saison kamen sich Lorenzo und der spätere Weltmeister erstmals richtig nah. In der letzten Kurve presste sich Marquez an der Werks-Yamaha von Lorenzo vorbei und übernahm Platz zei. Dafür erntete der Rookie viel Kritik. Ohne dieses Manöver wäre Lorenzo theoretisch Weltmeister. „Der Fehler in Jerez, als ich die Türe aufgelassen habe, war einer der Tiefpunkte“, ist sich Lorenzo bewusst. „Hätte ich dort dagegengehalten, wäre ich jetzt vielleicht Weltmeister, ohne diesen kleinen Fehler.“

Im Laufe der Saison wurde Lorenzos Fahrweise deutlich aggressiver. Doch die beiden Fehler in den Trainings zu den Rennen in Holland und Deutschland kosteten wertvolle Punkte. „In Holland ist mir am Donnerstag ein Fehler unterlaufen, und zwei Wochen später in Deutschland erneut. In Assen habe ich nicht so viele Punkte verloren, aber in Deutschland konnte ich nicht fahren. Dort habe ich viele Punkte verloren“, bedauert der Weltmeister von 2010 und 2012.

„Anschließend habe ich auch in Laguna Punkte auf Marc verloren, der die Gelegenheit genutzt hat und die beiden Rennen gewann, bei denen Dani und ich nicht da oder nicht fit waren. Auch in Indianapolis und Brünn, als das Motorrad noch nicht so gut wie jetzt war, haben wir eine Menge Punkte auf Marc verloren. Marc hat aber in Mugello und Phillip Island auch Fehler gemacht. Wenn wir alle Punkte zusammenzählen, haben wir durch unsere Fehler mehr Punkte als er verloren“, rechnet Lorenzo vor. „Aber ohne seine Fehler, hätte er schon vor Valencia Meister sein können.“

Text von Gerald Dirnbeck & Sebastian Fränzschky

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