Jorge Lorenzo - © Yamaha

© Yamaha – Bestreitet Jorge Lorenzo in diesem Jahr seine letzte Saison für Yamaha?

Das Rätselraten über Jorge Lorenzos Zukunft geht weiter. Zwischen dem Argentinien-Grand-Prix in Termas de Rio Hondo und dem USA-Grand-Prix in Austin kochten die Gerüchte über einen möglichen Wechsel zu Ducati über.

Die Medien rätselten, ob der Vertrag bereits fix ist, ob es nur eine mündliche Vereinbarung gibt oder ob Lorenzo nun doch bei Yamaha bleibt. Bei der Pressekonferenz vor dem Rennwochenende in Austin stürzten sich die Medienvertreter auf den Weltmeister und erkundigten sich nach dem aktuellen Stand.

Doch Lorenzo war am Donnerstag nicht besonders gesprächig: „Ich kann nicht mehr als in Argentinien sagen. Ich bevorzuge es, nichts zu dem Thema zu sagen“, bemerkt der Titelverteidiger, der seit der Saison 2008 für Yamaha in der MotoGP antritt. 41 Siege und drei WM-Titel fuhr Lorenzo mit Yamaha ein. Folgt im kommenden Jahr der Wechsel zu Ducati und damit der Beginn eines neuen Abenteuers?

Teamkollege Valentino Rossi stellte beim Saisonauftakt in Katar in Frage, ob Lorenzo mutig genug ist, Yamaha zu verlassen und bei Ducati einen Neuanfang zu wagen. Natürlich wurde in Austin auch der „Doktor“ zu Lorenzos Zukunft befragt. Doch Rossi möchte sich nicht mit diesem Thema beschäftigen: „Niemand möchte sich über Lorenzos Zukunft bei Ducati äußern. Dem schließe ich mich an“, so der neunmalige Weltmeister.


Alle warten auf Lorenzos Entscheidung
Sollte Lorenzo bei Ducati unterschreiben, müsste sich mindestens einer der beiden aktuellen Fahrer ein neues Team suchen. Nach den Vorfällen in Argentinien wackelt Andrea Iannones Platz, während Andrea Dovizioso teamintern große Sympathien genießt. Iannone versucht, sich nicht ablenken zu lassen: „Momentan denke ich nicht über die Zukunft nach. Nach diesen beiden schlechten Rennen ist es für mich wichtig, dass ich jetzt gute Ergebnisse hole. Wir haben das Potenzial, gegen die besten Fahrer zu kämpfen. Das ist momentan meine Priorität“, betont der Italiener, der mit null Punkten nach Austin reist und mit Suzuki in Verbindung gebracht wird.

Yamaha hat hingegen ein Auge auf Maverick Vinales geworfen, der Lorenzo ab der kommenden Saison im Werksteam ersetzen könnte. Damit wäre Yamaha gut für die Zukunft aufgestellt, denn Vinales gilt als größtes Talent nach Marc Marquez. Hat Yamaha bereits Kontakt mit dem ehemaligen Moto3-Champion aufgenommen? „Nein, den gab es noch nicht“, stellt der Suzuki-Pilot klar.

Vinales will sich in Austin nicht von den Vertragsverhandlungen ablenken lassen. Stattdessen möchte er wieder ums Podium kämpfen: „Ich denke momentan nur daran, wie ich das Maximum aus dem heraushole, was mir aktuell zur Verfügung steht. Ich fühle mich hier wohl. Ich sollte mich jetzt auf die Gegenwart konzentrieren und nicht auf die Zukunft“, so der Suzuki-Pilot.

Eiszeit im Yamaha-Werksteam
Klar ist, dass Valentino Rossi mindestens bis Ende 2018 für Yamaha antreten wird. Die zeitige Vertragsverlängerung des „Doktors“ könnte Lorenzos Entscheidung beeinflussen. Spätestens seit den Vorfällen beim Saisonfinale 2015 herrscht bei den „Blauen“ wieder Eiszeit. Rossi gibt sich professionell, als er auf die Stimmung im Team angesprochen wird: „Jeder im Team versucht, seine Arbeit zu machen. Alle denken nur an das hier und jetzt und von Rennen zu Rennen“, so der Italiener.

Und auch Lorenzo möchte keine emotionale Antwort abgeben und bleibt cool: „Es ist genau so wie in den vergangenen sechs oder sieben Jahren, in denen wir bereits Teamkollegen waren. Die Mechaniker machen ihre Arbeit, wir Fahrer ebenfalls. Es ist ein Einzelsport“, hält der Weltmeister fest.

Text von Sebastian Fränzschky

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