Maverick Vinales - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Maverick Vinales hat in seiner Rookiesaison viele Eindrücke gesammelt

Ex-Moto3-Weltmeister Maverick Vinales kann auf eine positive MotoGP-Debütsaison zurückblicken. Der Spanier, der nach nur einer Moto2-Saison direkt in die MotoGP aufstieg, sammelte 2015 insgesamt 97 WM-Zähler und belegte in der Endabrechnung den elften Platz.

Damit war Vinales bester Rookie der Saison. Teamkollege Aleix Espargaro sammelte nur acht Punkte mehr als der MotoGP-Neuling.

In der Saison 2015 musste sich Vinales an viele Dinge gewöhnen. Neben den Carbon-Bremsen, den Bridgestone-Reifen, der Elektronik und der immensen Leistung der MotoGP-Maschine war das Niveau der Fahrer eine große Umstellung. Vinales gewann seit seinem Debüt in der Motorrad-Weltmeisterschaft in jeder Saison mindestens drei Rennen. Bereits in seiner ersten Saison in der 125r-WM sicherte sich der Spanier vier Siege. Und auch in der Moto2-Debütsaison holte der Ausnahmekönner vier Siege.

In der MotoGP waren Siege bisher außer Reichweite. Das dürfte sich mit mehr Erfahrung und besserem Material aber schnell ändern, prognostizieren viele Experten, die Vinales als größtes Talent nach Marc Marquez einstufen. Vinales selbst orientiert sich am liebsten an Landsmann Marquez und schwärmt von den Fähigkeiten des zweimaligen MotoGP-Weltmeister.

„Ich denke, Marc ist der schnellste Fahrer auf eine einzelne Runde. Es ist beeindruckend, zu sehen, welche Fähigkeiten er entwickelt, um das Maximum aus dem herauszuholen, was ihm zur Verfügung steht“, bemerkt der Suzuki-Pilot, der Marquez‘ Linien in den Freien Trainings gern studiert: „Mir bringt es am meisten, Marc zu folgen. Wir haben einen sehr ähnlichen Fahrstil. Es läuft gut, wenn er vor mir fährt.“

Schwieriger wird es, wenn vor Vinales eine Yamaha M1 ihre Runden dreht. „Es war in diesem Jahr ziemlich schwierig, den Yamahas von Rossi und Lorenzo, aber auch denen von Pol Espargaro und Bradley Smith, zu folgen. Sie bremsen nicht besonders spät, doch sie fahren sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten“, analysiert Vinales, der von der Performance der Yamahas begeistert ist.

Laut Vinales ist Lorenzo unterm Strich der Fahrer, den es aktuell zu schlagen gilt. Der Weltmeister der Saison 2015 überzeugt im Renntrimm und kann laut Vinales auf eine Grand-Prix-Distanz das höchste Tempo fahren. „Er ist sehr konstant und demonstrierte das in der Saison 2015 an jedem Wochenende vom ersten Freien Training bis zum Sonntag. Er kann sein Tempo über das komplette Rennen halten. Das ist nicht einfach“, betont der Suzuki-Pilot.

„Meiner Meinung nach ist er nicht der beste Fahrer auf der Bremse. Er bremst nicht besonders spät. Es ist aber beeindruckend, wie er das Gas dosiert und wie er die Kurven fährt“, erklärt Vinales, der Marquez auf der Bremse als größere Gefahr einstuft: „Marc kann sehr spät bremsen und dann sanft in die Kurve einbiegen.“

Text von Sebastian Fränzschky

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