© worldsbk.com - Weltmeister Max Biaggi hätte in Monza bessere Resultate holen können

Aprilia war der große Verlierer des Superbike-Wochenendes in Monza. Im Vorjahr hatte Max Biaggi bei dem so wichtigen Heimrennen beide Läufe auf seinem Weg zur Weltmeisterschaft gewonnen. Auch in diesem Jahr zeigte der Römer in der Superpole den Speed der RSV4 und holte sich mit einem neuen Geschwindigkeitsrekord überlegen den besten Startplatz. Im ersten Rennen machte der Routinier einen Fehler in der ersten Schikane. Anschließend konnte er Eugene Laverty (Yamaha) nicht mehr einholen und musste sich mit Platz zwei begnügen.

Im zweiten Rennen kam es noch dicker: Biaggi führte überlegen und war klar auf Siegkurs. Teamkollege Leon Camier fuhr auf Platz zwei und es bahnte sich ein Doppelsieg vor heimischen Fans an. Dann ging aber alles schief. Zuerst stürzte Camier spektakulär in der zweiten Lesmo-Kurve. Biaggi verpasste die erste Schikane und musste den Notausgang nehmen. Dafür brummte ihm die Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe auf – Resultat: Platz acht.

„Im Moment bin ich sehr enttäuscht, für mich und das ganze Team“, äußert sich Biaggi im Anschluss zu der Situation. „Wir haben uns bestmöglich vorbereitet. Ich denke, das hat man auf der Strecke auch gesehen. Ich muss diese harte Entscheidung akzeptieren und mir selbst die Schuld dafür geben. Ich war nicht klug genug und hätte diese Linie nicht wählen sollen. Wir müssen uns jetzt sammeln und auf das nächste Rennen konzentrieren. Es liegt immer noch eine lange Saison vor uns.“

Renndirektor Gigi Dall’Igna stößt die Strafe sauer auf. „Die Offiziellen sind da, um Entscheidungen zu treffen. Wir respektieren sie und müssen die Strafe akzeptieren. Trotzdem dürfen wir den Fakt nicht totschweigen, dass Max aus sportlicher Sicht keinen Zeitvorteil durch die Abkürzung erhalten hat.“

„Ein Problem hat Max dazu gezwungen, einen Sturz zu vermeiden und bei 330 km/h wieder zurück auf die Strecke zu kommen. Es war eine schwierige Situation, denn er musste auch den weißen Linien ausweichen. Unsere Enttäuschung wird nur noch größer, wenn man die Arbeit des gesamten Teams in Betracht zieht, das sich so gut wie möglich auf die Veranstaltung vorbereitet hat. Wir werden wie immer weiter hart arbeiten, damit die Meisterschaft bis zum Ende offen bleibt.“

Im ersten Rennen fuhr Camier als Achter über die Ziellinie, bevor er im zweiten Lauf auf Platz zwei liegend abflog. „Der Start war gut, die erste Kurve war gut und ich fühlte mich wunderbar“, so der Brite „Ich habe noch ein paar Gegner überholt und war Zweiter. Alles war in Ordnung. Ich habe nicht stark angegriffen, sondern versucht flüssig zu fahren. In Kurve sechs bin ich am Scheitelpunkt von der Bremse gegangen und das Vorderrad ist weggerutscht.“

„Ich muss mich beim ganzen Team entschuldigen. Ein Podium war definitiv möglich. Das wäre nach den vergangenen Rennen, in denen wir viel Pech hatten, schön gewesen. Wir blicken jetzt nach Miller und hoffen, dass sich unser Glück ändert.“ In der WM-Wertung ist Biaggi von Melandri (Yamaha) überholt worden und auf Platz drei zurückgefallen. Sein Rückstand auf Carlos Checa (Ducati) beträgt 28 Punkte. In der Herstellerwertung ist Aprilia ebenfalls von Yamaha überholt worden und rangiert an dritter Stelle.

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Text von Gerald Dirnbeck

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