Max Neukirchner - © RACE-PRESS.com

© RACE-PRESS.com – Max Neukirchner und Kiefer beenden ihre Zusammenarbeit in der Moto2

Max Neukirchner wird in dieser Saison in der Moto2 keine weiteren Rennen für Kiefer bestreiten. „Nach nochmaliger Prüfung der momentanen gesundheitlichen Situation von Max entschieden sich Kiefer und Max dazu, die Zusammenarbeit in beidseitigem Einvernehmen vorzeitig zu beenden“, teilt das Team in einer offiziellen Stellungnahme mit.

Damit nimmt die Ehe zwischen dem Weltmeisterteam und dem Stollberger nach vielen Misserfolgen ein frühzeitiges Ende. Wer Neukirchner ersetzen wird, teilte Kiefer nicht mit. An diesem Rennwochenende fährt der Franzose Mike di Meglio für das Team.

Neukirchner war mit hohen Erwartungen in die Saison gestartet, nachdem Kiefer im Vorjahr mit Stefan Bradl den WM-Titel in der Moto2 gewonnen hatte. Doch der 29-Jährige, der 2008 noch zwei Rennen zur Superbike-WM gewonnen hatte, konnte den Abwärtstrend der vergangangenen Jahre auch bei Kiefer nicht stoppen. Zahlreiche Stürze prägten das Bild, lediglich beim Rennen in Frankreich fuhr Neukirchner als Achter in die Punkte.

Es folgte ein schwerer Sturz in Brünn, bei dem sich Neukirchner die rechte Hand brach. Eine genauere Untersuchung ergab nun, dass zu dem Bruch der rechten Mittelhand, noch mehrere Frakturen des Handwurzelknochens der rechten Hand kommen. Dazu kommt eine noch nicht zu 100 Prozent ausgeheilte Verletzung der linken Hand aus dem ersten Rennen in Katar. Wegen des Zustands der Hand wurde von einer Operation abgesehen, da diese nach Ansicht der Ärzte den Heilungsprozess nicht beschleunigen würden.

Gemäß dem Rat seiner Ärzte wird Neukirchner seine beiden Hände vollständig und in Ruhe ausheilen zu lassen, um möglichen Folgeschäden einer zu frühen Belastung vorzubeugen und eine vollständige Genesung zu gewährleisten. Die dafür vorausgesehene Heilungsdauer beträgt etwa sches Wochen. Bei einem Treffen anlässlich des Großen Preis von San Marino in Misano am Samstagnachmittag zwischenTeammanager Stefan Kiefer und dem Management von Max Neukirchner, kam man zu dem gemeinsamen Konsens die Saison vorzeitig zu beenden.

„Unsere Saison ist nicht so verlaufen, wie wir es uns erhofft hatten, das ist klar ersichtlich“, sagt Kiefer. „Aber dennoch war unser eigentlicher Plan die Saison mit Max zu Ende zu bringen, denn es ist nicht unsere Art Verträge vorzeitig zu beenden. Unglücklicherweise passierte aber der Sturz in Brünn. Da es keinen Sinn macht auf das letzte Rennen zu hoffen um einen Vertrag zu erfüllen, haben wir uns gemeinsam mit Max für das vorzeitige Ende entschieden. Wir wünschen Max eine weitere erfolgreiche Karriere und hoffen, dass er wieder ein Team finden wird mit dem er auf derselben freundschaftlichen, fast familiären Basis, zusammenarbeiten kann.“

„Wir sind gemeinsam mit großen Erwartungen in die Saison gestartet. Leider haben wir es außer bei einigen Trainings bzw. Rennen nicht geschafft, diese umzusetzen“, erklärt Neukirchner. „Gerade als es wieder einmal besser lief, passiert dieser dumme Sturz in Brünn. Meine Ärzte haben mir dazu geraten, die Verletzungen in aller Ruhe ausheilen zu lassen. Was dabei rauskommt mit einer verletzten Hand zu fahren, haben wir nach dem Sturz in Doha gesehen. Auch wenn wir sportlich unsere Ansprüche selten erfüllen konnten, habe ich mich zwischenmenschlich immer sehr wohl bei den Kiefers gefüllt und wünsche dem Team für die Zukunft alles Gute.“

Text von Markus Lüttgens

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