© Ducati - Die Motorräder blieben am Nachmittag im lahmgelegten Boxengebäude

Die zweiten Freien Trainings der MotoGP und der Moto2 mussten in Aragon abgesagt werden. Kurz nach den Vormittagstrainings gab es mehrere Stromausfälle. Das zweite Training der 125er-Klasse konnte mit 15 Minuten Verspätung komplett absolviert werden, doch dann war wieder Schluss. Das Boxengebäude hatte keine Stromversorgung. Das bedeutete keine Zeitnahme und auch die Teams konnten nicht arbeiten. Man konnte weder die Reifen aufwärmen, noch die Laptops anwerfen. Internet gab es auch keines.

Lange wurde zugewartet. Schließlich fiel kurz vor 16:00 Uhr die Entscheidung, dass die MotoGP um 16:20 Uhr und die Moto2 um 17:05 Uhr starten würden. In den Boxen begannen die Vorbereitungen, die Motoren wurden aufgewärmt und alle stellten sich auf das Training ein – bis plötzlich wieder der Strom weg war. Schließlich wurden die beiden Trainings abgesagt. Ein Chaos, das auf einer sehr neuen Anlage an Peinlichkeit nicht zu überbieten ist.

Am Vormittag hatte Dani Pedrosa (Honda) die Bestzeit in der MotoGP in 1:50,281 Minuten aufgestellt und war damit um eine halbe Sekunde schneller als Weltmeister Jorge Lorenzo (Yamaha). Vorjahressieger Casey Stoner (Honda) folgte als Dritter. In der WM hat der Australier 35 Punkte Vorsprung vor Lorenzo. Marco Simoncelli (Gresini-Honda) und Andrea Dovizioso (Honda) komplettierten die Top 5.

Valentino Rossi rückte erstmals mit dem neuen Alu-Chassis an seiner Ducati aus und klassierte sich an der achten Position. Sein Rückstand betrug 1,4 Sekunden. Schneller war Randy de Puniet mit der „alten“ GP11 der Pramac-Manschaft. Der Franzose war als Sechster schnellster Ducati-Fahrer. Zwischen de Puniet und Rossi schob sich Nicky Hayden, der mit seiner GP11.1 mit Kohlefaser-Chassis unterwegs war.

In der Moto2 hatte Marc Marquez die Nase vorne. Der Spanier fuhr als Einziger mit der 2012er-Version der Suter. Bei seiner Bestzeit von 1:54.857 Minuten war der amtierende 125er-Weltmeister um 23 Tausendstelsekunden schneller als sein Landsmann Aleix Espargaro. WM-Spitzenreiter Stefan Bradl belegte mit sieben Zehntelsekunden Rückstand den achten Platz.

Die 125er-Klasse konnten beide Trainingseinheiten komplett absolvieren. Am Nachmittag war Nicolas Terol mit einer Zeit von 1:59.409 Minuten der Schnellste. Rookie Maverick Vinales, der am Vormittag den Bestwert gesetzt hatte, folgte mit 0,365 Sekunden Rückstand als Zweiter. Bester Deutscher war Sandro Cortese auf Platz drei. Dem Racing-Team-Germany-Piloten fehlten bereits über sieben Zehntelsekunden auf die Spitze.

Text von Gerald Dirnbeck

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