© Repsol - Honda-Pilot Dani Pedrosa fuhr beim Testauftakt in Katar die schnellste Runde

Eine Woche vor dem Saisonstart in Katar war der MotoGP-Tross bereits zur Wüstenstrecke gereist. Zwei Tage lang haben die Asse die letzte Möglichkeit, sich auf das erste Rennen vorzubereiten. Um bei gleichen Bedingungen wie am Grand-Prix-Wochenende zu testen, wurde unter Flutlicht gefahren. Am ersten Testtag zeigte sich das gleiche Bild, wie schon in Malaysia.

Honda gab klar das Tempo vor. Dahinter folgte mit kleinem Abstand die Yamaha-Werkstruppe. Ducati konnte nicht ganz vorne mitmischen. Die Bestzeit ging an Vizeweltmeister Dani Pedrosa, der an der Abstimmung seiner RC212V feilte und außerdem eine neue Aufhängung probierte. Der Honda-Pilot umrundete den Kurs in 1:56.271 Minuten und war damit um 0,143 Sekunden schneller als sein neuer Teamkollege Casey Stoner aus Australien.

Auch die drittbeste Zeit wurde von einem Honda-Piloten gefahren. Hiroshi Aoyama zeigte bereits in Sepang, dass ihm der Teamwechsel zu Gresini gut getan hat. In seiner schnellsten Runde war der Japaner nur um 30 Hundertstelsekunden langsamer als Stoner. Aoyamas Teamkollege Marco Simoncelli war nicht im vorderen Feld zu finden. Mit knapp einer Sekunde Rückstand landete der Italiener an der elften Stelle.

Die Yamaha-Werksmannschaft konnte noch am ehesten mit dem Honda-Trio mithalten. Ben Spies drehte insgesamt 38 Runden und konzentrierte sich dabei auf die Geometrie des Chassis, sowie die Elektronik. Am Ende des Tages hatte der Superbike-Weltmeister von 2009 als Vierter 0,292 Sekunden Rückstand. Der Abstand zu Honda konnte also etwas verkleinert werden.

Weltmeister Jorge Lorenzo probierte ebenfalls eine neue Elektronik aus. Dazu gab es an der Yamaha eine neue Hinterradschwinge, die beim Beschleunigen mehr Grip bieten soll. Als Fünftem fehlten dem Spanier vier Zehntelsekunden auf Pedrosa. Lorenzo zeigte sich im Anschluss zuversichtlich, denn der Rückstand wurde etwas minimiert.

Tech-3-Pilot Colin Edwards zeigte sich mit der Kundenmaschine von Yamaha ebenfalls im vorderen Teil des Feldes auf dem sechsten Platz. Sein Hauptaugenmerk lag auf der Evaluation der Reifen bei einer Rennsimulation. Knapp dahinter folgte Andrea Dovizioso, der nicht die Zeiten seiner Teamkollegen an der Spitze fahren konnte. Neben der Elektronik versuchte der Italiener seine Probleme in der Kurvenmitte zu lösen. Auf den ersten sieben Platzen waren damit nur Honda und Yamaha-Piloten zu finden.

Superstar Valentino Rossi fuhr insgesamt 57 Runden mit seiner neuen Ducati. Mit einer persönlichen Bestzeit von 1:57.038 Minuten hatte der Italiener 0,767 Sekunden Rückstand. Ganz reibungslos verlief der Abend aber nicht, denn Rossi kam einmal in Kurve neun zu Sturz und blieb dabei zum Glück unverletzt.

Teamkollege Nicky Hayden reihte sich auf Platz neun ein. Beide Piloten hatten jeweils zwei Motorräder zur Verfügung, die unterschiedlich abgestimmt waren. Damit wurde an der Basisabstimmung gearbeitet. Bereits vor dem Test hat sich Ducati gegen den Einsatz des flexibleren Chassis und gegen die 42 Millimeter Vordergabel entschieden.

Einen turbulenten Tag erlebte Randy de Puniet auf der Pramac-Ducati. Kurz nach Rossi ging auch der Franzose in Kurve zwei zu Boden. Später stürzte er ein weiteres Mal. Trotzdem ließ sich der 30-Jährige dadurch nicht aus der Fassung bringen, fuhr seine Bestzeit gegen Ende der Einheit und platzierte sich noch auf dem zehnten Platz.

Knapp hinter Simoncelli klassierte sich Suzuki-Pilot Alvaro Bautista auf Rang zwölf. Er hatte bereits eine Sekunde Rückstand. An beiden Testtagen stehen Rennsimulationen für den Spanier auf dem Programm. Landsmann Hector Barbera war als 14. einen Hauch langsamer Mit 69 Runden war er der fleißigste Pilot des Tages.

Routinier Loris Capirossi war wie in Sepang im hinteren Teil des Feldes zu finden. Auf der Pramac-Ducati war der Italiener nur um knapp eine Zehntelsekunde schneller als Rookie Karel Abraham (Ducati). Der Tscheche konnte sich aber im Duell der beiden Neulinge gegen Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) durchsetzen. Toni Elias (LCR-Honda) bildete das Schlusslicht.

Die Teszeiten aus Katar (Tag 1):
01. Dani Pedrosa (Honda) 1:56.271 Minuten (41 Runden)
02. Casey Stoner (Honda) 1:56.414 (32)
03. Hiroshi Aoyama (Honda) 1:56.444 (59)
04. Ben Spies (Yamaha) 1:56.563 (38)
05. Jorge Lorenzo (Yamaha) 1:56.682 (60)
06. Colin Edwards (Yamaha) 1:56.742 (42)
07. Andrea Dovizioso (Honda) 1:56.780 (56)
08. Valentino Rossi (Ducati) 1:57.038 (57)
09. Nicky Hayden (Ducati) 1:57.137 (57)
10. Randy de Puniet (Ducati) 1:57.143 (39)
11. Marco Simoncelli (Honda) 1:57.226 (57)
12. Alvaro Bautista (Suzuki) 1:57.302 (61)
13. Hector Barbera (Ducati) 1:57.325 (69)
14. Loris Capirossi (Ducati) 1:57.437 (56)
15. Karel Abraham (Ducati) 1:57.499 (49)
16. Cal Crutchlow (Yamaha) 1:57.737 (51)
17. Toni Elias (Honda) 1:58.250 (65)

Text von Gerald Dimbeck

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