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© Repsol – Top: Marc Marquez sichert sich seine achte Pole in Australien

Marc Marquez sichert sich im australischen Phillip Island die Pole, die achte in dieser Saison.

Der Spanier setzt sich mit einer 1.28:364 Minuten an die Spitze des Feldes. Hinter ihm reihten sich Andrea Iannone und Jorge Lorenzo ein. Der Italiener profitierte auf seiner schnellen Runde vom Windschatten des Mallorquiners. Mit einer 1.28:680 Minuten verlor der Ducati-Pilot 0,316 Sekunden auf den Pole-Mann, Lorenzo fuhr die identische Zeit.

In der Anfangsphase des Q2 ging Marc Marquez als Erster auf Zeitenjagd. Schon im vierte Freien Training war der Honda-Pilot der Schnellste, und auch seine erste Bestzeit mit 1.28:731 Minuten hat ihn von der Konkurrenz distanziert. Im ersten Umlauf überrascht aber nicht nur Marquez‘ Zeit, sondern auch Suzuki-Pilot Aleix Espargaro mit dem vorübergehenden zweiten Platz, noch vor Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo.

Im zweiten Versuch musste Marquez seine schnelle Runde abbrechen, da er einen Rutscher gerade noch abfangen konnte und so einen Sturz verhinderte. Von Vorjahressieger Valentino Rossi sah man die gesamte Session über wenig, der Italiener startete mit einer langsamen Runde in das Qualifying und setzte sich nur auf den siebten Rang. Seine 1.29:014 Minuten ist um 0,650 Sekunden langsamer als Honda-Pilot Marquez, und auch um rund vier Zehntel langsamer als WM-Rivale und Teamkollege Lorenzo. Das Rennen am Sonntag wird sein 328. Rennstart sein, damit egalisiert er die Bestmarke von Loris Capirossi.

Ducati-Pilot Andrea Iannone setzte sich vier Minuten vor Ende vor Lorenzo auf den zweiten Platz, da er den Windschatten des Mallorquiners optimal ausnutzen konnte, was der Yamaha-Pilot im Anschluss kritisierte: „Ich versuchte drei schnelle Runden zu machen, dieses Mal ist Andrea (Iannone; Anm. d. Red.) mir nachgefahren. Das ist frustrierend, weil jeder seine eigene Ideallinie sucht. Dabei hat Andrea sehr von meinem Windschatten profitiert. Es ist eben nicht das Gleiche als Zweiter oder Dritter zu starten. Außerdem startet Iannone mit der Ducati sehr gut, da hat man mehr Komplikationen am Start. Aber gut, ich habe mein Bestes gegeben“, gibt sich der WM-Zweite ernüchtert.

Iannone bedankt sich im Anschluss an das Qualifying bei ihm: „Ich bin sehr glücklich. Das war nicht sehr einfach für mich. Mit meinem Bike bin ich ans Limit gegangen. Der weiche Reifen hat geholfen, wie auch Jorge, danke dafür. Ich hätte mich war verbessern können, aber nicht um so viel. Heute wusste ich, dass die erste Reihe möglich ist.“

Ducati-Teamkollege Andrea Dovizioso steht die gesamte Session über im Schatten von Iannone. Für ihn reicht es am Ende nur für den zehnten Rang – fast eine Sekunde fehlen dem Italiener am Ende auf die Spitze. Doch womöglich ist dies auch ein gutes Zeichen, da Dovizioso schon im Vorjahr von Startplatz zehn ins Rennen ging und am Ende noch Vierter wurde.

Gewinnt Marquez am Sonntag erstmals in Australien?
Suzuki-Pilot Maverick Vinales, der schon im zweiten Freien Training gestern mit dem dritten Platz aufzeigen konnte, setzte sich auf den vierte Platz kurz vor Ende und somit noch vor Teamkollegen Espargaro, der zuvor stark unterwegs war. Am Sonntag werden die Suzuki-Piloten von den Rängen sechs und acht in den Australien-Grand-Prix gehen. Vor Vinales konnte sich Honda-Pilot Cal Crutchlow einordnen, mit einer 1.28:912 Minuten fehlen ihm eine halbe Sekunde auf Marquez.

Der Spanier konnte sich eine halbe Minute vor Ende des Q2 noch einmal verbessern und fuhr bei 16 Grad Celsius Luft- und 41 Grad Streckentemperatur eine 1:28.364 Minuten – die Pole-Zeit. Seinen Streckenrekord aus dem Jahr 2013 konnte er damit aber nicht unterbieten, die 1.28:108 Minuten bleiben unangetastet.

„An diesem Wochenende läuft es wirklich gut, das Team arbeitet wirklich gut zusammen. Wir haben die richtigen Schritte gesetzt. Morgen wird es ein schwieriges Rennen. Es wird wichtig sein, gut mit den Reifen umzugehen. Wir werden versuchen uns auch im Warm-up noch zu verbessern. Aber der Rhythmus mit den gebrauchten Reifen sieht gut aus“, weiß der 22-Jährige, der noch nie in Phillip Island gewinnen konnte, im Parc ferme zu berichten.

Teamkollege Dani Pedrosa hatte sich am Ende kurzzeitig noch auf den zweiten Rang hinter seinen Teamkollegen gesetzt, bevor er noch von Iannone und Lorenzo verdrängt wurde. 0,348 Sekunden fehlen dem Sieger von Japan auf seinen Teamkollegen.

In Q1 gab es früh viel Fahrbetrieb. Stefan Bradl, der die vergangenen zwei Jahre in Australien nicht ins Ziel kam, lieferte sich ein Zeitenduell mit Teamkollegen Alvaro Bautista. Der Deutsche konnte seine bisherige Wochenend-Bestmarke um eine halbe Sekunde steigern, verlor am Ende aber auf Bautista und platzierte sich auf dem elften Rang mit 1:30.634 Minuten.

Lokalmatador Jack Miller zeigte sich motiviert und war knapp an den ersten beiden Plätzen dran. Dabei lieferte er sich ein Fernduell mit Danilo Petrucci um den Anschluss an die Spitze. Dieser wurde Dritter und wird am Sonntag von Startplatz 13 starten. Miller fuhr eine 1:30.104 Minuten und sicherte sich somit den 15. Startplatz bei seinem Heimrennen, das er im Vorjahr in der Moto3-Klasse gewinnen konnte.

Bereits nach zehn Minuten Fahrzeit setzten sich die beiden Espargaro-Brüder an die Spitze des Feldes. Pol riskierte gegen Ende der Session und ging auf keine weitere schnelle Runde auf die Strecke. Seine 1:29.647 Minuten konnte kein Fahrer mehr schlagen. Aleix verlor im Verkehr auf seiner letzten schnellen Runde viel Zeit und kam auf dem zweiten Platz noch ins Q2. Dort landete der zuvor schnellere Pol hinter Aleix auf dem neunten Platz – 0,207 Sekunden trennten die beiden Spanier.

Ergebnisse MotoGP Phillip Island Qualifikation

1 93 Marc MARQUEZ SPA Repsol Honda Team HONDA Q2 1’28.364 7 8 337.8
2 29 Andrea IANNONE ITA Ducati Team DUCATI Q2 1’28.680 9 9 0.316 0.316 346.5
3 99 Jorge LORENZO SPA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA Q2 1’28.680 8 8 0.316 333.1
4 26 Dani PEDROSA SPA Repsol Honda Team HONDA Q2 1’28.712 7 7 0.348 0.032 332.3
5 35 Cal CRUTCHLOW GBR LCR Honda HONDA Q2 1’28.912 6 7 0.548 0.200 340.0
6 25 Maverick VIÑALES SPA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI Q2 1’28.932 6 8 0.568 0.020 328.3
7 46 Valentino ROSSI ITA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA Q2 1’29.014 6 7 0.650 0.082 334.5
8 41 Aleix ESPARGARO SPA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI Q2 1’29.015 3 3 0.651 0.001 330.7
9 44 Pol ESPARGARO SPA Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA Q2 1’29.222 3 7 0.858 0.207 339.5
10 4 Andrea DOVIZIOSO ITA Ducati Team DUCATI Q2 1’29.267 6 7 0.903 0.045 347.1
11 45 Scott REDDING GBR EG 0,0 Marc VDS HONDA Q2 1’29.499 3 7 1.135 0.232 337.6
12 38 Bradley SMITH GBR Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA Q2 1’29.626 7 9 1.262 0.127 336.7
13 9 Danilo PETRUCCI ITA Octo Pramac Racing DUCATI Q1 1’29.918 6 7 (*) 0.271 335.4
14 8 Hector BARBERA SPA Avintia Racing DUCATI Q1 1’30.064 6 8 (*) 0.417 0.146 334.5
15 43 Jack MILLER AUS LCR Honda HONDA Q1 1’30.104 3 8 (*) 0.457 0.040 335.6
16 50 Eugene LAVERTY IRL Aspar MotoGP Team HONDA Q1 1’30.105 6 6 (*) 0.458 0.001 328.7
17 68 Yonny HERNANDEZ COL Octo Pramac Racing DUCATI Q1 1’30.135 2 7 (*) 0.488 0.030 339.3
18 19 Alvaro BAUTISTA SPA Aprilia Racing Team Gresini APRILIA Q1 1’30.147 6 8 (*) 0.500 0.012 332.1
19 76 Loris BAZ FRA Forward Racing YAMAHA FORWARD Q1 1’30.173 5 6 (*) 0.526 0.026 329.4
20 69 Nicky HAYDEN USA Aspar MotoGP Team HONDA Q1 1’30.376 6 7 (*) 0.729 0.203 327.8
21 6 Stefan BRADL GER Aprilia Racing Team Gresini APRILIA Q1 1’30.634 6 8 (*) 0.987 0.258 331.1
22 63 Mike DI MEGLIO FRA Avintia Racing DUCATI Q1 1’30.959 7 8 (*) 1.312 0.325 329.7
23 13 Anthony WEST AUS AB Motoracing HONDA Q1 1’31.205 7 8 (*) 1.558 0.246 328.3
24 24 Toni ELIAS SPA Forward Racing YAMAHA FORWARD Q1 1’31.837 3 7 (*) 2.190 0.632 330.9
25 55 Damian CUDLIN AUS E-Motion IodaRacing Team ART Q1 1’33.884 3 6 (*) 4.237 2.047 314.7

Text von Maria Reyer

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