Danilo Petrucci - © Pramac

© Pramac – Danilo Petrucci fuhr in der letzten Stunde mit Slicks die Tagesbestzeit

An den kommenden drei Tagen findet der zweite offizielle Wintertest für die MotoGP-Saison 2016 statt. Schauplatz ist die schnelle Rennstrecke auf Phillip Island (Australien).

Am Mittwoch wurde der Auftakt stark vom Wetter beeinflusst. Kühle Temperaturen und mehrere kleine Regenschauer behinderten den Fahrbetrieb. Rund eine Stunde vor Ablauf der Zeit öffnete sich ein kurzes trockenes Fenster und es wurden mit Slicks die schnellsten Zeiten des Tages gefahren, obwohl die Marken rund vier Sekunden über den Bestzeiten vom vergangenen Oktober lagen.

Aussagekraft hatten die Zeiten natürlich nicht. Einige Fahrer gingen in diesem kurzen trockenen Fenster gar nicht auf die Strecke, viele Fuhren nur wenige Installationsrunden. In erster Linie ging es darum, auf feuchter Piste ein erstes Gefühl für die neue Elektronik und die Regenreifen zu bekommen. In der letzten Stunde setzte sich Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) an die Spitze der Zeitenliste und konnte am Ende mit Slicks noch auf 1:31.764 Minuten zulegen. Damit notierte der Regenspezialist schon seine zweite Tagesbestzeit im Laufe der bisherigen Wintertests.

Der fleißigste Fahrer des Tages war Petruccis Teamkollege Scott Redding mit 41 Runden. Die Topfavoriten legten es auf keine schnellen Runden an. Valentino Rossi fuhr insgesamt 27 Runden. Jorge Lorenzo 24. Mit acht Sekunden Rückstand landete der amtierende Weltmeister, der nicht mit Slicks auf die Strecke ging, auf Rang 16. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei Honda. Geburtstagskind Marc Marquez, der heute 23 Jahre alt wird, beließ es bei 18 Runden. Sein Teamkollege Dani Pedrosa fuhr drei Umläufe weniger und beendete ebenfalls den Tag vorzeitig.

Das Ducati-Werksteam war kaum auf der Strecke zu sehen, Andrea Dovizioso drehte keine einzige gezeitete Runde. Bei Suzuki war Maverick Vinales mit 20 Runden der fleißigste Fahrer. Mit sieben Zehntelsekunden Rückstand reihte sich der Spanier an der zweiten Stelle ein. Aleix Espargaro fuhr nur zwei Besichtigungsrunden und Suzuki-Testfahrer Takuya Tsuda, der eigentlich das neue Seamless-Getriebe testen soll, legte nur wenige Kilometer zurück.

Trotz des widrigen Wetters gab es keine großen Zwischenfälle. Auch an den nächsten beiden Tagen könnte es Regenschauer geben. Für Donnerstagvormittag ist leichter Regen vorhergesagt, es soll den ganzen Tag bewölkt bleiben. Und auch für den Freitag liegt die Regenwahrscheinlichkeit bei mehr als 50 Prozent.

Die Testzeiten aus Australien (Mittwoch):
01. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) – 1:31.764 Minuten (12 Runden)
02. Maverick Vinales (Suzuki) +0,719 Sekunden (20)
03. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +0,826 (27)
04. Scott Redding (Pramac-Ducati) +1,100 (41)
05. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +1,184 (21)
06. Valentino Rossi (Yamaha) +1,324 (27)
07. Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) +1,362 (20)
08. Yonny Hernandez (Avintia-Ducati) +2,077 (6)
09. Jack Miller (Marc-VDS-Honda) +2,228 (6)
10. Andrea Iannone (Ducati) +2,285 (7)
11. Tito Rabat (Marc-VDS-Honda) +3,509 (29)
12. Marc Marquez (Honda) +3,590 (18)
13. Aleix Espargaro (Suzuki) +3,820 (2)
14. Eugene Laverty (Aspar-Ducati) +3,915 (9)
15. Takuya Tsuda (Suzuki) +4,402 (6)
16. Jorge Lorenzo (Yamaha) +8,061 (24)
17. Dani Pedrosa (Honda) +8,374 (15)
18. Andrea Dovizioso (Ducati) – keine Zeit

Text von Gerald Dirnbeck

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