© FWeisse - Valentino Rossi hat seine ersten 56 Runden für Ducati absolviert

Die Karriere von Valentino Rossi bei Ducati hat begonnen. Am ersten Tag der Testfahrten in Valencia stieg der Italiener erstmals auf die Desmosedici, die komplett in schwarz gehalten war und nur die gelbe Nummer 46 zierte. Die Bestzeit ging aber an Weltmeister Jorge Lorenzo. Casey Stoner stieg erstmals seit 2006 wieder auf eine Honda, während die Neulinge Cal Crutchlow und Karel Abraham erstmals MotoGP-Luft schnupperten.

Gegen neun Uhr in der früh setzte leichter Regen ein, weshalb sich das Testprogramm verzögerte. Erst gegen Mittag fuhren die ersten Piloten auf die Strecke. Lorenzo setzte dort fort, wo er am Sonntag die Saison beendet hatte, nämlich an der Spitze. Der Spanier drehte insgesamt 48 Runden. Die Bestzeit von 1:32.012 Minuten war nur knapp zwei Zehntelsekunden langsamer als die Pole-Zeit vom vergangenen Samstag. Zweitschnellster war Honda-Neuzugang Stoner, der den neuen Prototypen für 2011 mit der bewährten Maschine verglich. Auf Platz vier reihte sich Dani Pedrosa ein, der schon etwas mehr als eine Sekunde Rückstand auf Lorenzo hatte. Auch er testete die beiden Varianten.

Zwischen den beiden Honda-Piloten klassierte sich Ben Spies beim Einstand im Yamaha-Werksteam. Bereits im August durfte der Texaner einen Tag mit neuen Entwicklungsteilen fahren. Der beste Neuling des Jahres fuhr auf ähnlichem Niveau wie Stoner und war auf Anhieb in der Spitzengruppe dabei.

Auf den Plätzen fünf und sechs waren zwei weitere Honda-Piloten zu finden. Marco Simoncelli war nur einen Wimpernschlag langsamer als Pedrosa. Der Gresini-Pilot half dem Werksteam bei der Evaluierung der neuen Teile für die kommende Saison. Auch Andrea Dovizioso, der weiterhin in Werksfarben auftritt, beteiligte sich an der Entwicklung und klassierte sich als Sechster.

Rossi kam bei seinem Ducati-Debüt auf den zehnten Platz und hatte 1,8 Sekunden Rückstand. Insgesamt drehte der neunfache Weltmeister 56 Runden auf seinem neuen Arbeitsgerät. Dabei testete der Italiener viele Teile. Die Techniker erwarten viel von dem Ausnahmekönner, denn in Valencia wird die Marschrichtung für die neue Saison gelegt. Unter anderem muss sich Rossi zwischen dem Bigbang- und dem Screamermotor entscheiden. Drei unterschiedliche Maschinen stehen Rossi zur Verfügung.

Vor der neuen italienischen Kombination klassierten sich Colin Edwards auf Rang sieben und Álvaro Bautista auf Platz acht. Suzuki wird in der kommenden Saison nur ein Motorrad einsetzen und alle Jetons auf den Spanier setzen. Rang neun belegte Nicky Hayden auf der zweiten Werks-Ducati. Der neue, beziehungsweise alte Rossi-Teamkollege war um eine Zehntelsekunde schneller als der große Meister. Ein kleiner Ausrutscher verlief glimpflich.

Im hinteren Feld klassierten sich weitere Umsteiger. Randy de Puniet machte erstmals Bekanntschaft mit der Pramac-Ducati. Der Franzose umrundete die Strecke 54 Mal und hatte knapp zwei Sekunden Rückstand. Nach dem Interwetten-Ausstieg ist Hiroshi Aoyama zu Gresini gewechselt und kam beim Einstand auf Rang zwölf.

Zum ersten Mal stieg Crutchlow im Trockenen auf die MotoGP-Yamaha. Bei ersten Testfahrten in Japan hatte es noch stark geregnet. Der Brite kam mit kalten Reifen in Kurve sechs zu Sturz. Passiert ist dabei aber nichts. Für den Supersport-Weltmeister von 2009 ist nicht nur das Motorrad, sondern auch die Reifen, die Karbonbremsen und die hochgestochene Elektronik neu. Crutchlow absolvierte insgesamt 59 Runden und klassierte sich als 14.

Dahinter war Loris Capirossi zu finden, der sich nach drei Jahren von Suzuki verabschiedet hat und wieder zu Ducati zurückgekehrt ist. Der Routinier sitzt diesmal aber auf der Kundenmaschine von Pramac. Mit 71 Runden war der 37-Jährige auch der fleißigste Pilot des Tages. Moto2-Weltmeister Toni Elias kehrte mit Platz 16 und drei Sekunden Rückstand in die Königsklasse zurück. Neuling Abraham wurde mit seiner Ducati Letzter.

Die Testfahrten werden morgen Mittwoch fortgesetzt.

Text von Gerald Dimbeck

Motorsport-Total.com
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