Eugene Laverty © Aprilia

© Aprilia – Eugene Laverty gewann zum fünften Mal in dieser Saison

Der erste Lauf der Superbike-Weltmeisterschaft in Istanbul wurde zur Beute von Eugene Laverty. Der Aprilia-Werksfahrer setzte sich nach 18 Runden auf der 5,340 Kilometer langen Strecke um 2,009 Sekunden gegenüber Marco Melandri (BMW) durch und feierte seinen fünften Saisonsieg.

Tom Sykes (Kawasaki) wehrte sich in der Schlussphase des Rennens erfolgreich gegen seinen WM-Rivalen Sylvain Guintoli (Aprilia) und wurde Dritter. Damit baute der Brite seine WM-Führung auf vier Punkte aus.

Sykes gelang von der Pole-Position ein nahezu perfekter Start. Als Führender bog der Kawasaki-Pilot in die erste Kurve ein. Dahinter musste Guintoli, der von zwei gestartet war, zunächst seinem Teamkollegen Laverty den Vortritt lassen. Melandri und Davide Giugliano (Althea-Aprilia) reihten sich auf den Positionen vier und fünf ein.

Sykes und Laverty setzten sich zunächst von Guintoli ab, der seinerseits zunehmend unter Druck des von hinten aufschließenden Melandri geriet. An der Spitze konnte Sykes Laverty nicht abschütteln, der bald Angriffe auf den Kawasaki-Pilot startete. In Runde zwölf setzte der Ire dann am Ende der Gegengerade zum rennentscheidenden Manöver an. Laverty bremste sich neben die Kawasaki von Sykes und ging in Führung.

Sykes verteidigt WM-Führung
Sykes war in der Folge nicht mehr in der Lage, das Tempo von Laverty mitzugehen und fiel zurück. In Runde 14 überrumpelte Melandri Guintoli und eroberte mit einem Überraschungsangriff Position drei. Der BMW-Pilot schloss dann rasch zu Sykes auf und überholte den Brite drei Runden vor dem Rennende am Ende der Start- und Zielgeraden. Die Positionen eins und zwei waren damit bezogen, doch um Rang drei kam es zum Kampf zwischen Sykes und Guintoli, bei dem der WM-Spitzenreiter die Oberhand behielt.

„Der erste Sieg im ersten Lauf, all meine anderen Siege kamen im zweiten Rennen“, sagt Laverty. „Ich bin glücklich, denn es war ein schwieriges Rennen. Gestern war es nass, deswegen sind wir nur wenige Runden auf dem Rennreifen gefahren. Die Elektronik hat gut funktioniert, das hat mir zum Sieg verholfen, denn am Ende war mein Motorrad sehr stark.“ Auch Melandri meint: „Es war kein einfaches Rennen, mein Tempo war am Anfang nicht gut. In der zweiten Rennhälfte bin ich dann recht gute Rundenzeiten gefahren, aber als ich Sykes überholt habe, war Eugene schon zu weit weg.“

„Zweiter ist ein gutes Resultat, aber ich denke, wir können das Motorrad für das zweite Rennen noch verbessern“, sagt Melandri. Darauf spekuliert auch Sykes: „Ich hoffe, dass wir unser Paket für Rennen zwei etwas besser hinbekommen. Ich fahre zum ersten Mal auf dieser Strecke und habe an jedem Tag etwas dazugelernt. Hoffentlich kann ich mich noch ein wenig steigern. In einigen Bereichen fehlt uns noch etwas auf unsere Mitbewerber, hoffentlich können wir das verbessern. Ansonsten müssen wir das Beste aus der Situation machen.“

Harte Duelle in der letzten Kurve
Hinter den Top 4 gab es einen nicht minder spannenden Kampf um Position fünf zwischen Toni Elias (Red-Devils-Roma-Aprilia) und Giugliano, der sich in der letzten Kurve zuspitzte. Elias fuhr dabei in das Motorrad von des Italieners, doch glücklicherweise blieben beide Fahrer auf ihren Maschinen sitzen. Giugliano und Elias hatte offenbar unterschiedliche Ansichten über das Manöver und gestikulierten auf der Auslaufrunde. Auch die Rennleitung wird den Zwischenfall noch einmal untersuchen.

Auf Rang sieben kam Jules Cluzel (Crescent-Suzuki) ins Ziel, ihm folgte Chaz Davies (BMW). Dahinter lieferten sich die beiden Honda-Piloten Michel Fabrizio und Leon Haslam ein heißes Teamduell um Rang neun, bei dem es in der letzten Kurve zu einer Berührung der beiden Motorräder kam. Haslam ging als Sieger aus diesem Zweikampf heraus.

Federico Sandi (Pedercini-Kawasaki), Vittorio Iannuzzo (Grilini-BMW) sowie die beiden türkischen Gaststarter Tolga Uprak (Kawasaki) und Yunus Ercelik (BMW) kamen auf den Positionen elf bis 14 ins Ziel. Ayrton Badovini (Alstare-Ducati) ging nach seinem Sturz vom Freitag stark angeschlagen ins Rennen, hielt sich aber zunächst auf Rang 13. Nach neun Runden musste der Italiener seine Panigale jedoch mit technischen Problemen in der Box abstellen. Mark Aitchison (Pedercini-Kawasaki) schied ebenfalls mit technischen Problemen an seiner ZX-10R aus.

Ergebnisse Superbike-WM Istanbul Race1:

1. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 34’57.650
2. Marco Melandri (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 34’59.659
3. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 35’01.082
4. Sylvain Guintoli (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 35’01.569
5. Davide Giugliano (Althea Racing) Aprilia RSV4 Factory 35’13.480
6. Toni Elias (Red Devils Roma) Aprilia RSV4 Factory 35’13.595
7. Jules Cluzel (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 35’14.571
8. Chaz Davies (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 35’19.141
9. Leon Haslam (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 35’37.836
10. Michel Fabrizio (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 35’37.868
11. Federico Sandi (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 35’39.350
12. Vittorio Iannuzzo (Grillini Dentalmatic SBK) BMW S1000 RR 36’37.199
13. Tolga Uprak (CMS-Eypbike Racing Team) Kawasaki ZX-10R 35’40.142
14. Yunus Ercelik (Sampiyon 169 Team) BMW S1000 RR 36’19.417
RT. Mark Aitchison (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 19’45.482
RT. Ayrton Badovini (Team Ducati Alstare) Ducati 1199 Panigale 18’07.045

Text von Markus Lüttgens

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