Daniel Pedrosa - © Repsol

© Repsol – Dani Pedrosa verlor beim Anbremsen von Kurve 1 die Kontrolle über seine Honda

Andrea Dovizioso fehlt im Moment einfach das Glück. Nachdem der Italiener bereits beim Rennen in Argentinien von Teamkollege Andrea Iannone abgeschossen wurde, lief es auch beim Grand Prix in Texas nicht rund.

HRC-Pilot Dani Pedrosa verlor beim Anbremsen von Kurve 1 die Kontrolle über seine Honda RC213V und rutschte in die Ducati von Dovizioso.

Nach dem Vorfall erkundigte sich Pedrosa sofort bei Dovizioso. Als der Spanier an seiner Box ankam, lief er direkt zur Ducati-Box, um sich bei Dovizioso und dessen Crew zu entschuldigen.

Dovizioso nahm Pedrosa den Fehler nicht übel. „Es war nicht seine Absicht. Er riskierte nicht, mich zu treffen, was in Argentinien der Fall war“, vergleicht der Ducati-Pilot den Vorfall mit dem in Termas de Rio Hondo, als Teamkollege Iannone völlig übermotiviert sich und Dovizioso zu Fall brachte. Der Zwischenfall mit Pedrosa wurde als Rennunfall eingestuft. „Es kann passieren, denn jeder fährt am Limit“, so Dovizioso.


Pedrosa selbst war der Fehler unangenehm. „Ich bin froh, dass Dovi okay ist, denn mein Bike hat ihn ziemlich hart getroffen. Es tut mir leid“, berichtet der routinierte Honda-Pilot, der sich wie gewohnt als fairer Sportsmann präsentierte. „Es war schön, zu sehen, dass Dani sofort zu Dovi ging, um sich zu entschuldigen. So sollte es im Sport sein. Das ist die richtige Einstellung“, lobt HRC-Teammanager Livio Suppo im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘.


Und auch bei Ducati kam Pedrosas Verhalten gut an: „Wir wissen, dass Dani ein sehr korrekter Mensch ist. Wir würdigen sehr, dass er sich nach dem Vorfall sofort auf der Strecke und später in der Box entschuldigte und alles erklärte“, erklärt Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti, der auch von den HRC-Verantwortlichen aufgesucht wurde.


„Auch Livio schaute bei uns vorbei, um sich bei Gigi (Dall’Igna) und mir zu entschuldigen. Sicher wäre es schöner gewesen, wenn es nicht passiert wäre, aber es ist schön, zu sehen, dass sich die Fahrer gegenseitig respektieren“, bemerkt Ciabatti. Durch den Nuller in Austin rutschte Dovizioso in der Fahrerwertung bis auf Position sieben ab. Ohne die unverschuldeten Stürze hätte der Italiener wie im Vorjahr drei zweite Plätze einfahren können und wäre damit erster Verfolger von WM-Leader Marc Marquez.

Text von Sebastian Fränzschky

Motorsport-Total.com
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