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© GP-Fever.de – Nachdenklich: Valentino Rossi hofft, dass sich der Vorfall nicht wiederholt

Avintia-Pilot Loris Baz hatte am Dienstagvormittag großes Glück, als er einen Abflug auf der Start/Zielgeraden nahezu unbeschadet überstand.

Baz verlor die Kontrolle über seine Ducati, nachdem der Hinterreifen bei 290 km/h explodierte. Glücklicherweise war kein anderer Fahrer in Baz‘ Nähe. Doch die Kollegen des Franzosen waren nach dem Vorfall sensibilisiert, wie gefährlich der Sport sein kann.

„Wenn man darüber nachdenkt dann ist es besser, wenn man nach Hause geht. Fuck!“, bemerkt Valentino Rossi, der sich vor solch einer Situation fürchtet: „Das ist eine der gefährlichsten Situationen. Loris hatte großes Glück. Wichtig ist, dass Michelin die Gründe versteht. Wenn man auf der Geraden fährt, fühlt man die Geschwindigkeit nicht. Wenn so etwas passiert, dann ist das beängstigend.“

Marc Marquez glaubt, Avintia hat den Zwischenfall selbst verschuldet: „Ich habe später gehört, dass sie nicht den richtigen Reifendruck verwendet haben. Dadurch bildeten sich Blasen und der Reifen explodierte“, erklärt der Spanier. „Natürlich ist es nicht schön, wenn man so etwas sieht. Ich mache mir keine Sorgen, weil die Reifen grundsätzlich gut funktionieren. Alle sind sehr viele Runden gefahren und es gab bis auf diese Ausnahme keine Probleme.“

Ducati-Pilot Andrea Iannone bleibt cool und hat keine Angst, dass ihm etwas Ähnliches passieren könnte: „Nein, denn gestern verwendete ich diesen Reifen den ganzen Tag, und ich hatte nie ein Problem. Ich denke, dass das ein einmaliger Vorfall war“, ist der Italiener überzeugt.

Suzuki-Pilot Aleix Espargaro bewertet den Vorfall kritischer: „Ich habe gesehen, was passiert ist. Ich habe mit ihm in der Clinica gesprochen und glaube nicht, dass er realisiert hat, wie viel Glück er hatte. Normalerweise ist es bei so einem Sturz unausweichlich, das nichts passiert – aber ihm ist nichts passiert“, unterstreicht der Spanier.

„Solche Situationen können passieren, aber bevor sie die Situation analysiert haben, haben sie uns wieder auf die Strecke geschickt. Das darf nicht passieren, weil es eine sehr gefährliche Situation war“, ärgert sich Espargaro. „Michelin hat mir an der Box gesagt, dass ich mir keine Sorgen machen muss und auf die Strecke fahren kann. Das machte mich wütend, denn meiner Meinung nach war das falsch.“

„Die Strecke wurde wieder freigegeben, aber dann wieder auf rot geschalten. Sie haben uns dann gesagt, dass es kein Ducati-Problem war und wir mit dem harten Hinterreifen und höherem Druck fahren sollten. Damit war die Situation klar. Sein Reifen war zu heiß und kann explodieren“, bemerkt Espargaro. „Rennsport ist gefährlich, aber wir müssen bei solchen Dingen vorsichtiger sein“, warnt er.

Text von Sebastian Fränzschky & David Emmett

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