Jorge Lorenzo gratulierte Fabio Quartararo - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Jorge Lorenzo gratulierte Fabio Quartararo in Misano direkt im Parc Ferme zum WM-Titel

(Motorsport-Total.com) – Die Motorrad-Weltmeisterschaft hat seit dem vergangenen Sonntag einen neuen Weltmeister ihrer Königsklasse.

In der Ära MotoGP, die seit 2002 läuft, ist Quartararo der dritte Fahrer, der auf einer Yamaha Weltmeister wurde. Valentino Rossi errang auf der M1 vier Titel (2004, 2005, 2008, 2009), Jorge Lorenzo deren drei (2010, 2012, 2015).

Sechs Jahre nach Lorenzos letztem Titel hat Quartararo jetzt nicht nur für den nächsten WM-Titel für Yamaha gesorgt, sondern auch für große Genugtuung bei Lin Jarvis. Der Yamaha-Rennleiter gab dieser Tage zu, dass man den Titel von 2015, obwohl es mit Lorenzo und Rossi sogar ein 1-2-Erfolg in der WM war, „niemals wirklich genießen konnte“.

Quartararo ist für Jarvis „ein absolut verdienter Weltmeister“. Und auch Lorenzo lobt seinen Nachfolger als Yamaha-Weltmeister, und zwar nicht nur aufgrund dessen erfolgreicher Saison 2021, sondern auch aufgrund dessen Entwicklung.

„Als Fabio zur Saison 2019 zu Petronas[-Yamaha] kam, hatte niemand damit gerechnet, dass er derart konkurrenzfähig sein würde und eines Tages Weltmeister sein würde“, erinnert Lorenzo nach Quartararos Titelgewinn in Misano im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘.

Die Leute dachten, in der Moto2-Klasse war er nicht sonderlich konkurrenzfähig. Er mag ein talentierter Fahrer sein, aber kein sehr konstanter“, denkt Lorenzo zurück. Heute weiß nicht nur der Spanier, dass der damalige Eindruck von Quartararo ein falscher war.

„Schritt für Schritt hat er sich sehr verändert. Anders als noch im vergangenen Jahr hat er in diesem Jahr keine Fehler gemacht“, lobt Lorenzo und sieht noch einen anderen wichtigen Aspekt: „Jetzt haben sie [bei Yamaha] endlich wieder einen Fahrer, der einen sanften Fahrstil hat wie ich. Das passt einfach perfekt zu ihrem Bike und das ist der Schlüssel.“

„In der MotoGP-Klasse kannst du heutzutage nicht mehr jedes Rennen gewinnen“, bemerkt Lorenzo. „Du wirst immer mal eine Strecke vorfinden, die entweder dir nicht liegt oder die dem Bike nicht liegt. In einem solchen Fall ist es wichtig, das Rennen zu beenden. Ein dritter, vierter oder fünfter Platz ist immer besser als ein Sturz. Das ist eine Tatsache und das ist genau das, was Fabio in der gesamten Saison geschafft hat. Deshalb ist er jetzt Weltmeister.“

Dass Quartararo den Titelsack schon in Misano zugemacht hat, war laut Lorenzo „eine Überraschung für ihn“. Der dreimalige MotoGP-Weltmeister, der dem neuen MotoGP-Weltmeister direkt im Parc Ferme gratulierte, weiß: „Damit hatte er nicht gerechnet. Aber natürlich kann ein Sturz immer passieren. Letzten Endes ist ‚Pecco‘ [Bagnaia] einer passiert. Im Kopf war [Quartararo] eher darauf eingestellt, in Portimao Weltmeister zu werden. Insofern war es eine Überraschung für ihn.“

Text von Mario Fritzsche

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