Chaz Davies - © Ducati

© Ducati – Mit elf Siegen ist Chaz Davies er erfolgreichste Fahrer der Saison 2016

Chaz Davies zeigte 2016 seine beste Rennsaison und steht am Ende doch mit (fast) leeren Händen da. Ducati ist in der Superbike-WM wieder schlagkräftig geworden.

Die Form von Davies im Spätsommer und Herbst ist beeindruckend. Sieg und Platz sechs am Lausitzring, Doppelsieg in Magny-Cours, Doppelsieg in Jerez und Doppelsieg in Katar. “

Es ist schwierig, das zu toppen“, sagt Davies mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Dazu gewann er auch beide Rennen in Aragon und in Imola.

Unter dem Strich ist der 29-Jährige der erfolgreichste Fahrer der abgelaufenen Superbike-Saison: „Ich habe die meisten Rennen gewonnen, habe die meisten schnellsten Runden aufgestellt und führte die meisten Runden an, aber die große Trophäe haben wir am Ende nicht gewonnen“, presst Davies die Lippen zusammen.

17 Mal stand er im Laufe der 26 Rennen auf dem Podest. Davon holte er elf Siege und fuhr zehnmal die schnellste Runde. Weltmeister Jonathan Rea kommt auf 23 Podestplätze, wobei er neunmal gewann. Dazu kommen sechs schnellste Rennrunden.

Dass Davies am Ende trotzdem keine Chance auf den WM-Titel hatte, hat eine Ursache, wie er selbst weiß: „Zu Saisonmitte war die Konstanz nicht gut genug.“ Rea stand in den ersten 17 Rennen immer auf dem Podest und leistete sich insgesamt nur zwei Ausfälle. Davies beendete drei Rennen nicht und hatte immer wieder schwache Ergebnisse dabei. Platz zehn in Australien, Rang fünf in Holland, vierte Plätze in Thailand, Malaysia und Misano sorgten unter anderem dafür, dass er den Anschluss an Rea verlor.

Davies sah Kawasaki-Platztausch kommen
Außerdem verlor Davies im letzten Rennen auch die Vizeweltmeisterschaft an Tom Sykes. „Ich realisierte, dass Johnny wenige Runden vor Rennende ziemlich nahe war. Ich musste also Gas geben“, schildert Davis das zweite Rennen in Doha. „Er hat dann das WM-Spiel gespielt, damit sie die Plätze eins und zwei in der Fahrerwertung belegen. Ich sah das gestern am Abend schon kommen und wusste, dass das in so einer Situation passieren wird. Es ist natürlich schade, dass ich nicht Vizeweltmeister bin, aber es kam für mich nicht überraschend.“

Trotzdem ist klar, dass Davies im nächsten Jahr ein Titelanwärter ist. Er muss die aktuelle Form über den Winter konservieren. „Die Saison so zu beenden, ist unglaublich. Im Vorjahr war es für uns sehr schwierig, aber wir haben das Ruder herumgeworfen. Wir haben jetzt den Speed auf der Geraden und das Handling ist sehr gut. Ich kann mich nicht beklagen und denke, man kann das alles gut sehen“, lächelt er beim Gedanken an die Panigale „Wir können uns im Winter noch verbessern, wir lernen jeden Tag. Wir haben auch im Warmup noch etwas verändert. Ich bin zuversichtlich, dass wir noch kleine Fortschritte schaffen können.“

2017 erhält Davies einen neuen Teamkollegen. Marco Melandri kehrt in die Superbike-WM zurück und hat bereits erste Testfahrten absolviert.

Text von Gerald Dirnbeck

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