Chaz Davies - © Ducati

© Ducati – Wie stark ist Chaz Davies
beim WSBK-Auftakt in Australien?

Nach zwei Vizetiteln und Platz drei in der Fahrerwertung strebt Chaz Davies in der WSBK-Saison 2018 den Titel an.

Die Vorzeichen stehen aber nicht gut, denn das neue Reglement hat Ducati ohne Zweifel zurückgeworfen. Zudem kämpft Davies mit den Nachwehen seines Teststurzes in Jerez. Seit November arbeitet der Brite an der Genesung. Wird er bis zum Saisonstart auf Phillip Island fit sein?

„Die Genesung läuft noch. Ich musste mein Training anpassen und meine linke Schulter und mein rechtes Knie schonen. Ich musste mich intensiver mit der Genesung beschäftigen als in den vergangenen Wintern. Es ging langsam aufwärts und das ist am wichtigsten“, erklärt er im Gespräch mit ‚WorldSBK.com‘.

Wie steht es um die Fitness, wenn Davies nicht richtig trainieren konnte? „Es könnte besser sein“, bemerkt der Vizechampion. „Eine Verletzung ist nie ideal, um ehrlich zu sein. Ich hoffte, dass es bis zum Februar verheilt ist. Doch ich habe nach wie vor zu kämpfen. Aber das Adrenalin, das in den Rennen entsteht, ist eine wundervolle Droge. Ich denke, dass es kein Problem sein wird, wenn wir nach Phillip Island kommen.“

ei den bisherigen Tests in Jerez und Portimao enttäuschte Ducati. Zuletzt fehlte eine ganze Sekunde auf Weltmeister Jonathan Rea. Dennoch reagiert man in Bologna nicht panisch. Bis zum ersten Lauf sollen die Probleme gelöst werden. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit den gesammelten Daten und den Analysen im Werk für das erste Rennen gerüstet sind. Wir sollten alle neuen Teile gut nutzen können. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich die Entwicklungen langfristig gesehen auszahlen. Wir haben einfach nur mit Kinderkrankheiten zu kämpfen“, kommentiert Davies.

Im Vorjahr verlor der Brite bei den ersten Rennen wichtige Punkte. In der zweiten Saisonhälfte folgen Strecken, die Davies und der Ducati besser liegen. Geht der Vizeweltmeister in diesem Jahr strategischer vor, um die Chancen auf den Titel zu wahren? „Ich würde gern behaupten, dass ich eine methodische Herangehensweise habe, doch in der Hitze des Gefechts gehen die Pläne manchmal nicht auf“, weiß Davies.

„Deshalb möchte ich keine Pläne machen. Wenn man sich gut fühlt und das Gefühl hat, gewinnen zu können, dann sollte man es auch versuchen“, stellt der ehemalige Supersport-Weltmeister klar. „Dennoch versuche ich, in der ersten Saisonhälfte etwas methodisch heranzugehen. Ich möchte sicherstellen, dass ich mich nicht wieder an Stellen verletze, die ich bereits in der Vergangenheit in Mitleidenschaft zog. Ich muss aufpassen, dass ich es in dieser zeitigen Phase der Saison nicht verschlimmere.“

Die Rennen dürften durch die neuen Regeln mehr Spannung bieten, denn Yamaha präsentierte sich in starker Form. Aber auch Aprilia, Honda, BMW und MV Agusta können für Überraschungen gut sein. „Ich denke, es werden mehr Fahrer und Hersteller an der Spitze gegeneinander kämpfen“, bestätigt Davies, der 2018 seine fünfte Saison als Ducati-Werkspilot bestreitet.

Text von Sebastian Fränzschky

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