© Ten Kate Racing – Dominique Aegerter gewann in Assen alles, was es zu gewinnen gab

(Motorsport-Total.com) – Philipp Öttl und Luca Bernardi meisterten im vergangenen Winter den Aufstieg aus der Supersport-WM in die Superbike-WM.

Weltmeister Dominique Aegerter ging leer aus, obwohl er in beeindruckender Manier die Meisterschaft gewann.

Auch in diesem Jahr präsentiert sich der Schweizer in Topform und führt die Meisterschaft nach einem für ihn perfekten Wochenende in Assen souverän an. Das Ziel ist klar: Aegerter will 2023 in der WSBK fahren und das am liebsten für ein Werksteam.

„Eigentlich hatte ich das schon für 2022 verdient“, bemerkt der ehemalige Grand-Prix-Pilot im Rahmen des Wochenendes in Assen, bei dem er mit einer Rekordrunde die Pole sicherstellte und beide Rennen gewann. Mit den Siegen beim Heimspiel seiner Ten-Kate-Mannschaft führt Aegerter die WM mit 95 von 100 möglichen Punkten deutlich an. Nach der Saison 2022 soll es endlich in Richtung Superbike-WM gehen.

Dominique Aegerter will sich eine weitere Supersport-WM-Saison sparen
„Nach zwei Wochenenden kann man jetzt bereits sehen, dass ich es für kommendes Jahr verdienen sollte. Es ist ganz klar mein Ziel. Ich will nicht noch eine weitere Saison in der Supersport-WM fahren. Ich befinde mich im besten Alter und bin fit. Ich bin 31 Jahre alt. Ich hoffe, die Nationalität spielt keine Rolle. Das Ziel ist es, dort zu fahren“, betont Aegerter im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘.

„Ich kann nicht mehr machen, als Rennen gewinnen, um die Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen“, ist sich der Schweizer bewusst. Die Erfolge von Ex-Gegner Philipp Öttl zeigen, wo Aegerter in der Superbike-WM landen könnte.

Was Dominique Aegerter zu Philipp Öttls WSBK-Erfolgen sagt
„Philipp war ein Gegner. Er war sicherlich stark. Aber aus irgendeinem Grund hat er es geschafft, ohne einen Sieg in die Superbike-WM aufzusteigen“, wundert sich Aegerter. „Die Nationalität spielte sicher eine Rolle. Zudem ist er jünger.“

„Für mich ist es ein bisschen enttäuschend“, gesteht der Supersport-Weltmeister. „Aber in der Superbike-WM leistet er tolle Arbeit. Er fuhr in die Top 7 und hat sehr viel Talent. Ich unterstütze natürlich die deutschsprachigen Fahrer.“

„Ich habe ihn im vergangenen Jahr besiegt. Jetzt fährt er in die Top 7 und kämpft um die Top 5. Natürlich würde ich mich da auch sehen“, bemerkt Aegerter, der am liebsten eine Yamaha R1 pilotieren würde. „Mein Wunsch ist es, in ein Werksteam zu kommen. GRT-Yamaha wäre auch gut“, grübelt er.

Ist Dominique Aegerter zu alt für das Yamaha-Satelliten-Team?
Doch für das GRT-Yamaha könnte Aegerter bereits zu alt sein, denn das Yamaha-Satellitenteam soll junge Talente für das Werksteam vorbereiten. Supersport-Rivale Lorenzo Baldassarri hat laut Insidern die besseren Karten, weil er erst 25 Jahre alt ist. Aegerter strebt an, sich zeitnah mit Yamaha-WSBK-Projektleiter Andrea Dosoli und Yamaha-Europa-Chef Eric de Seynes zu unterhalten.

„Yamaha wäre natürlich die erste Wahl“, erklärt er. „Ich kann mir auch vorstellen, mit Ten Kate aufzusteigen, sofern sie ein Werks-Motorrad erhalten. Dafür ist aber ein riesiger Sponsor notwendig. Wenn das nicht gelingt, dann sehe ich keine Chance, mit dem Team aufzusteigen. Ohne Werksmaterial kann man in der Superbike-WM nicht an der Spitze mitfahren.“

„Bei einigen Herstellern geht es sicher auch ohne Werksmaterial. Doch genau genommen ist der Aufstieg nur mit Werksmaterial sinnvoll. Man sieht, wo die Teams ohne Werksmaterial landen“, so Aegerter. „Wir werden versuchen, stets im Gespräch zu bleiben und die Kontakte zu pflegen. Mein Bruder kümmert sich um die Verhandlungen.“

Der Superbike-Fahrstil liegt Dominique Aegerter
Aegerters Erfolge beim Langstrecken-Rennen in Suzuka belegen, dass er mit einem Superbike gut umgehen kann. „Ein Superbike würde meinem Stil sehr entgegenkommen“, bestätigt er und präzisiert: „Das ist zuerst einmal auf meine Körperstatur zurückzuführen und andererseits auch auf den Fahrstil.“

„Ich habe einen Stop-&-Go-Stil und fahre die Kurven im V-Stil. Bei den 8 Stunden von Suzuka habe ich meine Leistung mehrfach bewiesen. Dort stand ich vier Mal mit dem Superbike auf dem Podium. Leider habe ich bisher nie die Chance bekommen, in die Superbike-WM aufzusteigen“, so der Supersport-Champion von 2021.

Text von Sebastian Fränzschky

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