Pol Espargaro - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Pol Espargaro mit Teamchef Alberto Puig in der Startaufstellung

(Motorsport-Total.com) – Der Wechsel von Pol Espargaro von KTM zu Honda hat sich zu einem Albtraum entwickelt.

Während KTM in der laufenden Saison schon zwei Rennen gewonnen hat, fährt der Spanier Spitzenergebnissen hinterher.

Zwei achte Plätze waren in den ersten elf Grands Prix seine besten Ergebnisse. Nachdem er in Katar mit viel Enthusiasmus in das neue Projekt gestartet ist, verschwand sein Lächeln zusehends aus seinem Gesicht. Schon vor der Sommerpause wirkte Espargaro desillusioniert.

Nun wurde er in Spielberg in beiden Rennen 16. und sammelte somit keinen WM-Punkt. Schließlich gab Espargaro auch offen zu, dass „sein Frust“ wächst. Er hat immer die gleichen Probleme mit der RC213V. Lösungen scheinen nicht in Sicht zu sein.

„Das Verständnis zwischen Pol und seinem Motorrad ist negativ“, kommentiert Honda-Teamchef Alberto Puig die Situation seines zweiten Fahrers. „Er ist weit von seinem Potenzial entfernt und nutzt auch nicht das Potenzial des Motorrads.“

„Er leidet und wir müssen daran arbeiten, seine Situation zu verbessern.“ Das neue Material hat allerdings sein Teamkollege Marc Marquez zur Verfügung. Mit ihm arbeitet man schon mit Blick für 2022, um dann wieder zu alter Stärke zurückzufinden.

In der WM-Wertung befindet sich kein Honda-Fahrer in den Top 10. Marc Marquez ist mit 59 Zählern Elfter, Takaaki Nakagami folgt mit 55 Punkten auf Rang zwölf. Alex Marquez und Espargaro sind mit je 41 Zählern 14. und 15.

Espargaros Ex-Team KTM will die Situation des Spaniers nicht kommentieren. „Ich möchte dazu keinen Kommentar abgeben, denn ich war nie ein Fan davon, in andere Boxen hineinzuschauen“, sagt KTM-Teammanager Mike Leitner gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘.

„Man weiß nie genau, wie es im Hintergrund läuft. Eines ist klar, er hat sich mehr vorgestellt. Die Saison ist aber noch nicht vorbei. Honda wird auch nicht dort bleiben, wo sie in der ersten Saisonhälfte waren. Die erste Saisonhälfte ist sicher nicht so gelaufen, wie er es sich vorgestellt hat.“

Text von Gerald Dirnbeck

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