Aleix Espargaro - © 2022 Dorna Sports

© 2022 Dorna Sports – Aleix Espargaro behauptete sich bei den Tests konstant auf den vorderen Positionen

(Motorsport-Total.com) – Die MotoGP-Tests vor dem Saisonstart deuten an, dass Aprilia über den Winter große Fortschritte erzielt hat.

Nach dem ersten Podestplatz im Vorjahr strebt der Hersteller aus dem italienischen Noale weitere Top-3-Platzierungen an. Ist Aprilia ein potenzieller Kandidat für einen Laufsieg? Laut Werkspilot Aleix Espargaro, der den finalen Testtag mit der drittschnellsten Zeit abgeschlossen hat, ist Aprilia näher an einem MotoGP-Sieg dran als je zuvor.

„Das neue Motorrad lief ab der ersten Runde von Lorenzo (Savadori, Testfahrer; Anm. d. Red.) richtig gut“, kommentiert Espargaro. „Im vergangenen Jahr holten wir das erste Podium. Natürlich versuchen wir, ein Rennen zu gewinnen. Doch das ist nicht einfach, denn die Meisterschaft wird die schwierigste in der Geschichte.“

„Das Niveau ist unglaublich hoch. Doch wir sind näher an diesem Ziel dran als je zuvor, auch wenn es ein wirklich schwieriges Ziel ist“, bemerkt der Spanier, der im Vorjahr in Silverstone auf das Podium fuhr und Aprilia in der Endwertung in die Top 8 brachte.

„Ich bin immer sehr ambitioniert. Ich könnte also eine sehr gute Meisterschaft fahren und in den Top 6 landen und gleichzeitig nicht zufrieden sein“, schaut Espargaro auf die bevorstehende MotoGP-Saison. „Um zufrieden zu sein, müssen wir uns im Vergleich zum Vorjahr steigern. Ich beendete das Jahr als WM-Achter.“

Aprilia verfeinert die RS-GP in allen wichtigen Bereichen
Die 2022er-Aprilia basiert auf dem 2021er-Modell, erfuhr aber zahlreiche Änderungen. „Beim Motorrad wurde beinahe jedes Teil verbessert. Es fand aber keine Revolution statt, doch jeder Bereich der 2021er-Maschine wurde weiterentwickelt“, schildert Espargaro.

„Die bessere Agilität ist die größte Verbesserung. Auch der Motor ist einen Tick stärker. Die Aerodynamik konnte ebenfalls verbessert werden. Das Motorrad neigt weniger stark zu Wheelies“, erklärt der langjährige Aprilia-Pilot. Seit der MotoGP-Saison 2017 fährt Espargaro bereits für Aprilia.

Aprilia-Werksteam nach vielen Jahren mit Gresini
Bis Ende 2021 kümmerte sich Gresini um das MotoGP-Projekt der Italiener. Ab 2022 gibt es ein eigenes Werksteam. Im Winter musste sich Aprilia neben der Entwicklung der RS-GP also auch um die Ausrüstung des Rennteams kümmern.

„Der Umstieg lief ziemlich reibungslos“, stellt Espargaro fest und begrüßt den Schritt: „Es ist wichtig, jetzt ein Werksteam zu haben. Ich hatte aber bereits zuvor immer das Gefühl, dass wir ein Werksteam sind.“

„Aprilia hat für dieses Jahr große Anstrengungen unternommen. Wir mussten beinahe bei Null beginnen. Sie bauten ein neues Team auf, errichteten eine neue Boxeneinrichtung und besorgten neue Trucks. Zudem gab es einige personelle Veränderungen“, berichtet die Startnummer 41.

Text von Sebastian Fränzschky

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