Alex Rins - © Gold and Goose / Motorsport Images

© Gold and Goose / Motorsport Images – Alex Rins wird zu seinem „Wunschteam“ Yamaha wechseln

(Motorsport-Total.com) – Vor dem Grand Prix von Großbritannien vermeldete Yamaha, dass man Alex Rins für die MotoGP-Saison 2024 unter Vertrag genommen hat. Diese News war keine große Überraschung. Schon im Vorjahr hat es gegenseitiges Interesse an einer Zusammenarbeit gegeben.

Nun hat sich Yamaha dazu entschieden, die Chance beim Schopf zu packen. Franco Morbidelli erhielt keinen neuen Vertrag. Rins nutzte eine Ausstiegsklausel in seinem Honda-Vertrag. Er durfte aussteigen, wenn ein Werksteam anklopft.

Die finalen Verhandlungen fanden statt, als Rins im Krankenhaus in Madrid auf seine zweite Operation gewartet hat. Er hat sich Anfang Juni beim Sprint in Mugello das rechte Schien- und Wadenbein gebrochen.

„Mein Bein fühlt sich in Ordnung an, aber ich habe immer noch Schmerzen im Fuß. Das komplette Nervensystem in der Sohle ist noch etwas schwach“, gibt Rins im Podcast ‚Por Orejas‘ von ‚Motorsport.com Spanien‘ Auskunft über den aktuellen Stand der Dinge.

Rins wird am Donnerstag nach Österreich reisen, um sich mit seinem LCR-Team zu treffen. Am Wochenende wird er erneut von Iker Lecuona vertreten werden. Rins fasst ein Comeback Anfang September in Barcelona ins Auge. Fix ist das aber noch nicht.

„Es war nicht irgendeine Verletzung, sondern die schlimmste, die ich in diesem Sport erlebt habe. Alles muss heilen und sich gut erholen, denn sonst könnte ich für mein restliches Leben Mobilitätsprobleme haben.“

„Der Teamwechsel hat damit nichts zu tun. Es ist wichtig, dass ich mich gut erhole. Ein weiterer Sturz, wenn sich die Platte oder eine Schraube bewegen könnten, wäre nicht gut“, betont Rins, warum er kein Comeback überstürzen wird.

Der Wechsel zu LCR-Honda war von vornherein nur eine Zwischenstation, wie er im Rückblick zugibt: „Als wir die große News bekamen, dass Suzuki die Meisterschaft verlässt, haben wir an alle Türen geklopft. Darunter war auch Yamaha.“

„Sie sagten uns, dass sie für 2023 besetzt sind. Beide Fahrer waren unter Vertrag. Aber wir wollten in Kontakt bleiben. Das haben wir auch gemacht, in der kompletten zweiten Saisonhälfte und auch in diesem Jahr.“

„Schließlich haben sie ein Angebot gemacht und wir haben die Entscheidung getroffen. Sie wurde im Krankenhaus in Madrid getroffen, als mein Bein in der Luft hing. In Wahrheit war es sehr kompliziert. Es gab viele Zweifel.“

„Man weiß, dass ich nicht jemand bin, der drastische Entscheidungen trifft, ohne viel darüber nachzudenken. Aber das ist eine Chance, die ich mir nicht entgehen lassen darf. Es ist ein Werksteam. Die Wahrheit ist, dass diese Möglichkeit super gut ist.“

Vertrauen von Yamaha hat viel beigetragen
Mit dem Sieg in Austin hat Rins einmal mehr seine Qualitäten bewiesen. Aber Yamaha entschied sich für den Spanier, als dieser verletzt im Krankenhaus war. „Ohne Zweifel, sie haben viel Vertrauen gezeigt“, sagt Rins. „Das hat viel dazu beigetragen.“

„Dass sie mich bei so einer schweren Verletzung unterstützt und mich unter Vertrag genommen haben, ist spektakulär. In einem anderen Team wird man mit einer Verletzung vielleicht zur zweiten Wahl.“

Fabio Quartararo hat in einer ersten Reaktion Rins als neuen Teamkollegen begrüßt. Er ist der Meinung, dass Rins „viel Erfahrung“ zu Yamaha bringen kann. Sie verstehen sich gut und können sich auch gegenseitig pushen.

„Ich habe noch nicht mit Fabio gesprochen“, sagt Rins, „aber wir sind in Kontakt. Er wohnt [in Andorra] nur eine Straße von meinem Haus entfernt. Das Verhältnis mit mir wird vielleicht anders sein als mit Morbidelli. Alleine schon, dass wir beide Spanisch sprechen, ändert viel.“

„Ich freue mich auf die Arbeit mit Fabio. Er ist ein schneller Fahrer. Ich weiß nicht, wie er arbeitet oder Dinge probiert, aber er hat es mit Yamaha geschafft. Und obwohl es jetzt nicht so gut läuft, ist er manchmal trotzdem vorne dabei.“

Prinzipiell wird Rins im nächsten Jahr die Crew von Morbidelli übernehmen, die er noch nicht kennt. Momentan liegt sein Fokus auf dem Comeback und der restlichen Saison mit LCR-Honda. „Ich werde bis zum Schluss alles geben“, betont Rins.

Text von Gerald Dirnbeck, Co-Autor: German Garcia Casanova

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