Aleix Espargaro - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Aleix Espargaro hatte vor der Sommerpause mit P3 in Assen ein Erfolgserlebnis

(Motorsport-Total.com) – 2022 befand sich Aprilia mit Aleix Espargaro längere Zeit im Titelkampf, führte die WM sogar zeitweise an. Das war auch für diese MotoGP-Saison das Ziel. Doch bisher blieb der italienische Hersteller hinter den eigenen Erwartungen zurück.

An den acht Rennwochenenden, die bis dato absolviert wurden, konnten Aleix Espargaro und Maverick Vinales jeweils nur einen Podestplatz einfahren. Letzterer kam bei der Hälfte der Grands Prix noch nicht einmal ins Ziel. In der Gesamtwertung rangiert er auf Platz zwölf, Espargaro liegt an achter Stelle.

„Es ist schwierig, etwas Gutes zu sagen, denn wir haben die Ziele, die wir uns gesteckt haben, im ersten Teil der Saison nicht erreicht, und das trotz des Fortschritts, den wir mit dem neuen Bike gemacht haben. Es ist besser als das letztjährige Motorrad“, hält Teammanager Paolo Bonora im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘ fest.

„Dafür gibt es mehrere Gründe, etwa Verletzungen oder auch die Wetterbedingungen wie zum Beispiel in Argentinien. Letzten Endes haben wir in den Rennen nicht das erreicht, was wir wollten“, räumt Bonora ein.

Tatsächlich war Aprilia einer der Hersteller, der von Verletzungen stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Vor allem Miguel Oliveira, Hoffnungsträger im Satellitenteam RNF, fiel mehrfach aus. Auch sein Teamkollege Raul Fernandez und Espargaro waren nicht immer fit. Einzig Vinales blieb davon verschont.

Aprilia mit allen vier Fahrern zufrieden
Doch Bonora betont: „Mit unseren Fahrern sind wir glücklich. Wir sehen die Power und Energie von Aleix und Maverick, aber auch bei Miguel und Raul. Wir denken, dass wir jetzt in einer Position sind, in der wir technisch gesehen einen weiteren Schritt machen und den Fahrern das Selbstvertrauen geben können, das sie brauchen, um im nächsten Teil der Saison bessere Ergebnisse einzufahren.“

Dabei zähle jedes Detail, denn „die MotoGP ist auf einem solch hohen Niveau angekommen“, sagt Bonora, „dass selbst eine Zehntelsekunde darüber entscheiden kann, ob du in den Top 5 rangierst oder außerhalb der Top 10 fährst.“

„Insofern müssen wir in der Box Session für Session perfekt zusammenarbeiten. Ehrlich gesagt wissen wir, wo unser Schwachpunkt liegt, nämlich im Bremsbereich. Hier müssen wir den Fahrern mehr Selbstvertrauen geben, insbesondere für Überholmanöver in den Rennen“, mahnt der Aprilia-Teammanager.

Dass man seit diesem Jahr nicht nur das Werksteam, sondern auch das Satellitenteam hat, sei dabei eine Hilfe. „Es ist eine große Gelegenheit für uns. Vier statt nur zwei Fahrer zu haben, bedeutet für uns, dass wir viel mehr Daten auswerten können.“

Trotz Rückschlägen: Aprilia-Ziele bleiben gleich
„Wir haben im ersten Teil der Saison gesehen, vor allem in Portimao – trotz der Verletzung von Miguel -, dass wir uns in vielen Kurven verbessern können, wenn wir alle Daten zusammenführen und analysieren“, verrät der Italiener. „Wir sind also sehr glücklich über die Partnerschaft mit RNF. Unser Ziel ist es, sie technisch vollumfänglich zu unterstützen, um ihren und unseren Fahrern zu helfen.“

Was die Weltmeisterschaft angeht, sagt Bonora: „Um den Titel zu kämpfen, ist für uns ein unglaubliches Ziel. Wir hatten uns vorgenommen, in allen Rennen innerhalb der Top 5 zu sein. Dieses Ziel haben wir im Moment nicht erreicht.“

„Aber die Ziele, die wir uns gesetzt haben, bleiben für den zweiten Teil der Saison bestehen, und wir werden unser Bestes geben, um sie zu erreichen.“ Schließlich sind an zwölf Rennwochenenden immer noch maximal 444 Punkte zu vergeben.

Text von Juliane Ziegengeist

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