Marc Marquez - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Kann Marc Marquez seiner Favoritenrolle in Austin gerecht werden?

(Motorsport-Total.com) – Seit 2013 gastiert die MotoGP auf dem Circuit of the Americas und nur ein einziges Mal ging der Sieg nicht an Marc Marquez: 2019, als die Königsklasse zum letzten Mal in Austin fuhr, stürzte der Honda-Pilot in Führung liegend.

Damals gewann Suzuki-Pilot Alex Rins das Rennen, während Marquez punktelos blieb.

Ob der Spanier in diesem Jahr seine Erfolgsstatistik in Austin weiter ausbauen kann, bleibt abzuwarten. „Marc fühlt sich in Austin sehr wohl und die Honda funktioniert dort immer gut“, weiß Honda-Testfahrer und TV-Experte Stefan Bradl. „Aber körperlich denke ich schon, dass er zu kämpfen haben wird.“

Marquez selbst räumte zuletzt ein, dass er seine körperliche Fitness momentan bei 80 Prozent, an manchen Tagen sogar nur bei 60 Prozent einordnet: „Es ist nie mehr als 80.“ Nach dem schweren Sturz beim Saisonauftakt 2020 in Jerez schränken ihn sein rechter Arm und auch die rechte Schulter weiterhin stark ein.

Streckenlayout eine Herausforderung für Marquez‘ Fitness
Seinen bisher einzigen Saisonsieg feierte er auf seiner Paradestrecke, dem Sachsenring. In Aragon stand er als Zweitplatzierter auf dem Podest. Aber was ist in Austin möglich?

„Obwohl es linksrum geht, gibt es auf der Strecke viele schnelle und heftige Richtungswechsel, die seine lädierte Schulter vor eine schwierige Aufgabe stellen werden“, analysiert Bradl. Dennoch zählt er Marquez zum engeren Favoritenkreis, ebenso wie WM-Leader Fabio Quartararo (Yamaha) und Francesco Bagnaia (Ducati).

Für Bagnaia wäre ein Sieg in Austin der Hattrick, denn er gewann die letzten beiden Rennen in Aragon und Misano. „Ich traue es Pecco zu. Kopfmäßig wird er auf Sieg eingestellt sein. Er ist in einer Bombenform, hat nichts zu verlieren und kann all-in gehen.“

Bagnaia und Quartararo mit anderer Herangehensweise
Denn in der WM hat Bagnaia 48 Zähler Rückstand auf Quartararo, und das bei noch vier verbleibenden Rennen. „Fabio versucht, seinen Vorsprung zu managen und sobald er merkt, dass es nicht für den Sieg reicht, gelingt ihm immer die perfekte Schadensbegrenzung“, sagt Bradl, der vom Titelgewinn des Franzosen ausgeht.

„Wenn nichts Gröberes passiert, bringt er den Vorsprung heim. Im Qualifying ist Quartararo eine Bank und Podium-Level hat er allemal. Ich glaube nicht, dass er noch etwas anbrennen lässt.“ Die Punkteränge erreichte der Yamaha-Pilot bisher immer.

Was den MotoGP-Kurs in Austin angeht, gerät Bradl ins Schwärmen: „Die Strecke ist extrem geil. Und Amerika macht eigentlich immer Spaß.“ Es sei vor allem die Mischung aus langen Geraden, langsamen Kurven und schnellen Richtungswechseln. „Diese lässige Abwechslung ist irgendwie auch typisch amerikanisch.“

Bradl hat auch Weltmeister in Austin auf der Rechnung
Einzig der Asphalt könnte zum Problem werden: „Ich bin gespannt, wie sehr sich die Strecke vom Grip und den Bodenunebenheiten seit der letzten Austragung 2019 verändert hat.“

Damals war Suzuki-Pilot Joan Mir noch ein Rookie und verpasste die Punkteränge. Für dieses Rennwochenende hat Bradl ihn aber neben Bagnaia, Quartararo und Marquez auf dem Zettel. „Ganz außer Acht würde ich den Kollegen Joan Mir nicht lassen. Der Weltmeister ist in diesem Jahr wieder sehr konstant“, so der Deutsche.

Text von Juliane Ziegengeist

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