Stefan Bradl - © Honda Motor Europe

© Honda Motor Europe – Stefan Bradl drehte in Jerez die ersten Runden auf seiner neuen Honda

Der zweitägige Privattest der Superbike-Weltmeisterschaft im spanischen Jerez war in dieser Woche die Feuertaufe der neuen Honda CBR1000RR Fireblade.

Am Dienstag gingen Stefan Bradl und Nicky Hayden zum ersten Mal mit dem neuen Motorrad auf die Strecke. Nachdem sich sich am ersten Tag mit ihrem neuen Sportgerät vertraut gemacht hatten, begann am Mittwoch die Entwicklungs- und Abstimmungsarbeit.

„Da es der erste Test mit dem neuen Motorrad war, hatten wir nicht erwartet, dass alles glatt läuft. Insgesamt war es aber nicht so schlecht“, lautet das Fazit von Bradl. „Heute haben wir uns im Vergleich zu gestern gesteigert“, stellt der Deutsche, der nach fünf Jahren in der MotoGP in die Superbike-WM gewechselt ist, nach Beendigung des Tests fest.

Sowohl Bradl als auch Hayden legten am Mittwoch deutlich zu. Hayden fehlten am Ende gut sieben Zehntelsekunden auf die Bestzeit von Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki), Bradl lag gut eine Sekunde hinter der Spitze zurück. Allerdings sprechen diese Zahlen laut Hayden nicht die ganze Wahrheit. „Da wir den Qualifyingreifen genommen haben, sind wir bei den Zeiten näher dran, als es eigentlich der Fall ist“, meint der US-Amerikaner.

Nach insgesamt 99 Runden auf dem neuen Motorrad hatte Bradl eine der Baustellen ausgemacht. „Wir müssen am Kurvenausgang arbeiten, wo wir mehr Grip brauchen, um mehr Geschwindigkeit aus der Kurve mitzunehmen“, so der Deutsche. „Hier hatten wir nicht genug Zeit, um großartig mit dem Motorrad zu arbeiten, vielmehr ging es darum, die neue Fireblade kennenzulernen.“

Technikchef Peter Breddels ergänzt: „Wir haben viele Daten gesammelt, um das Verhalten des neuen Ride-by-wire-Systems zu verstehen, und nach einigen Problemen lief es recht rund. Der Motor ist schon etwas stärker als der aus dem vergangenen Jahr, allerdings ist das bei weitem nicht die Ausbaustufe, die wir in Phillip Island einsetzen werden. Die Motoreinstellung hat noch nicht ganz gepasst, was die Abstimmung schwierig gemacht hat.“

Die Testarbeit setzt das Honda-Team schon ab morgen fort. Am Freitag und Samstag steht ein zweitägiger Test auf der Rennstrecke im portugiesischen Portimao auf dem Programm.

Text von Markus Lüttgens

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