Carl Fogarty - © Ducati

© Ducati – Superbike-Legende Carl Fogarty würde die Elektronik gern reduzieren

(Motorsport-Total.com) – In den zurückliegenden vier Jahren gab es in der MotoGP vier verschiedene Weltmeister. Nach Marc Marquez‘ bisher letztem MotoGP-Titel in der Saison 2019 holte Joan Mir in der durch die Coronavirus-Pandemie geprägten Saison 2020 den Titel.

Fabio Quartararo bescherte Yamaha im Vorjahr den ersten Titel seit Jorge Lorenzo 2015 und in diesem Jahr beendete Francesco Bagnaia die 15-jährige Durststrecke von Ducati.

Die wechselnden Weltmeister deuten darauf hin, dass es zuletzt keinen dominanten Fahrer gab. In der MotoGP treten stattdessen eine Reihe von Spitzenfahrern an, die regelmäßig zu den potenziellen Sieganwärtern zählen. Doch ein Superstar, der auch außerhalb des Motorradsports wahrgenommen wird, fehlt der Serie.

Superbike-Legende Carl Fogarty vermutet, dass die Technologien in der MotoGP dafür verantwortlich sind. „Ich weiß nicht, wie gut die Fahrer sind, weil die Motorräder mittlerweile so gut sind“, bemerkt der Brite gegenüber ‚crash.net‘.

Große Chancengleichheit laut Carl Fogarty nicht unbedingt ein Vorteil
„Die Technologien der Motorräder sind unglaublich. Ich höre die Kommentatoren, wie sie begeistert sind, weil das ganze Feld innerhalb einer Sekunde fährt. Ich frage mich dann aber, warum das so ist“, so der viermalige WSBK-Champion.

„Alle Motorräder sind verdammt gleich“, stellt Fogarty fest. „Die Motorräder sind so gut und die Technologien ebenfalls. Deshalb rückt der Fahrer etwas in den Hintergrund. Ich kann nicht mehr sagen, wer der beste Fahrer ist.“

„Wenn man die Elektronik komplett abschalten würde, was natürlich nie passieren wird, dann könnte man wieder sehen, welcher Fahrer das größte Talent hat“, grübelt Fogarty. „Das ganze Feld liegt sehr eng beisammen. Es ist beinahe wie mit Formel-1-Autos.“

Sticht keiner der Fahrer mehr heraus?
Laut Fogarty gab es in der MotoGP oder bei den Superbikes immer einen Superstar mit besonderer Strahlkraft. Der Brite verweist auf Fahrer wie Barry Sheene, Kenny Roberts, Wayne Rainey, Mick Doohan, Valentino Rossi, Marc Marquez und Jorge Lorenzo.

„Doch jetzt gibt es acht Fahrer, die Rennen gewinnen können, weil die Motorräder so gut geworden sind“, erkennt Fogarty und fragt: „Oder gibt es keinen Superstar-Fahrer, der den Unterschied ausmachen kann?“

Text von Sebastian Fränzschky

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