Chaz Davies - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Chaz Davies beendet seine WSBK-Karriere nach der laufenden Saison

(Motorsport-Total.com) – Chaz Davies hat am Donnerstag vor dem WSBK-Event in Jerez bekanntgegeben, dass seine Karriere nach der laufenden Saison zu Ende gehen wird.

Der 34-jährige Waliser zieht einen Schlussstrich nach einer für ihn bisher durchwachsenen Saison.

Nach dem Aus im Ducati-Werksteam kam Davies im vergangenen Winter im GoEleven-Team unter und schaffte es bei den zurückliegenden neun Wochenenden nur ein Mal auf das Podium. In Jerez kann er verletzungsbedingt nicht fahren und wird durch Loris Baz ersetzt.

Den Tränen nah erklärt Davies in einer außergewöhnlichen Pressekonferenz: „Es wird meine letzte Saison in der Superbike-WM sein. Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht. Ich habe intensiv darüber nachgedacht, weil ich ein Verfechter davon bin, endgültig aufzuhören, wenn man sich dafür entschieden hat. Es ist der richtige Zeitpunkt, denke ich.“

Der langjährige Erzfeind von Jonathan Rea verlässt die Superbike-WM
In seiner WSBK-Karriere beendete Davies die Meisterschaft drei Mal als Vize-Weltmeister. Bei bisher 263 Rennstarts schaffte es der Waliser 99 Mal aufs Podium. Insgesamt 32 Mal stand Davies ganz oben. Er fuhr 37 Mal die schnellste Rennrunde und holte sieben Polepositions.

Von 2014 bis 2020 fuhr Davies für das Ducati-Werksteam und war jahrelang der größte Herausforderer von Serien-Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki). Mit 28 Siegen für Ducati reiht sich Davies hinter die WSBK-Legenden Carl Fogarty und Troy Bayliss ein, die als einzige Fahrer mehr Siege für Ducati sicherstellen konnten.

Rolle als Testfahrer eine Option für die Zukunft?
„Ich möchte das nächste Kapitel in meinem Leben beginnen“, berichtet der dreimalige Vize-Champion. Auch Ex-Teamkollege Scott Redding nahm an der Pressekonferenz teil und fragte Davies, wie es nach dem Ende der WSBK-Karriere weitergeht. „Ich bin mir sicher, dass ich nicht länger auf diesem Niveau Rennsport betreiben möchte“, erklärt Davies.

„Ich schaue nicht aktiv nach Chancen, wie es weitergehen könnte, wie einer Rolle als Testfahrer“, stellt Davies klar. „Wenn sich etwas ergibt, das mich motiviert, weiterhin zu trainieren, dann schaue ich es mir an. Doch im Moment ist das weit weg.“

Das WSBK-Event in Barcelona, bei dem sich Davies bei einem Zwischenfall mit Kawasaki-Pilot Lucas Mahias verletzte, soll aber nicht das finale Rennen auf der WM-Bühne gewesen sein. „Ich werde meine Karriere nicht im Krankenhaus beenden“, stellt Davies klar. „Ich würde gern in Argentinien fahren, wenn ich mich gut fühle. Das ist mein Ziel.“

Text von Sebastian Fränzschky

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