Stefan Bradl - © Honda

© Honda – Stefan Bradl kann sein wahres Potenzial momentan nicht zeigen

In den vergangenen Jahren verliefen die Wechsel von Stefan Bradl etwas unglücklich.

Ende 2014 musste der Deutsche seine Honda RC213V gegen die nicht konkurrenzfähige Forward-Yamaha eintauschen und erlebte 2015 damit eine durchwachsene erste Saisonhälfte in der MotoGP. In der Sommerpause wechselte Bradl zu Aprilia und fand erneut Material vor, mit dem er aus eigener Kraft nicht um vordere Positionen kämpfen konnte.

Vor einem Jahr entschied sich der Zahlinger zum Wechsel in die Superbike-WM und wollte mit der neuen Honda Fireblade Podestplätze und Siege einfahren, doch erneut stellte sich der Transfer als große Enttäuschung heraus.

Momentan ist Bradl WM-13. und weit von den eigenen Erwartungen entfernt. Zu Beginn der Saison fuhr der Superbike-Rookie auf dem Niveau von Teamkollege Nicky Hayden, der im Mai nach einem schweren Rennradunfall verstarb. Im Vorjahr konnte Hayden mit der in die Jahre gekommenen Honda immerhin ein Rennen gewinnen. In der Meisterschaft landete der US-Amerikaner in den Top 5.

Ducati-Werkspilot Chaz Davies zweifelt nicht an Bradls Können: „Stefan ist ein Weltmeister. Er stand in der MotoGP auf dem Podium und holte eine Pole-Postition. Er ist ein verdammt guter Fahrer, doch im Moment läuft es hier nicht zu 100 Prozent richtig“, kommentiert der WM-Dritte im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ die Saison von Bradl.

„Ich bin nicht überrascht, wenn ich mir seine Ergebnisse anschaue. Das soll keine Kritik sein. Nicky zeigte im vergangenen Jahr gute Leistungen mit einem Motorrad, das Jahr für Jahr verbessert wurde. Sie haben das Motorrad gewechselt und kämpfen jetzt mit Problemen“, erkennt Davies und betont: „Aber selbst mit dem besten Motorrad würde er sich die Meisterschaft nicht im Alleingang sichern. Da bin ich mir sicher. Das Niveau ist sehr hoch hier.“

Text von Sebastian Fränzschky

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