Dani Pedrosa - © Repsol

© Repsol – 2021 kämpften Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo um den WM-Titel

(Motorsport-Total.com) – Mit 31 MotoGP-Siegen ist Dani Pedrosa der erfolgreichste Fahrer, der nie in der Königsklasse Weltmeister wurde.

Dreimal war der Spanier Vizeweltmeister und dreimal WM-Dritter. In zwölf seiner 13 Jahren gewann er mindestens einen Grand Prix.

Würde ein Weltmeistertitel einen Unterschied in seiner Karriere machen? „Diese Frage verfolgt mich“, wird Pedrosa von ‚El Mundo‘ zitiert. „Alles andere als ein ja als Antwort wäre eine Rechtfertigung meinerseits.“

„Aber haben alle großen Wissenschaftler einen Nobelpreis erhalten? In meinen 18 Jahren in der Weltmeisterschaft habe ich eine Bilanz erzielt, mit der ich zu den Besten dieses Sports zähle.“ Nur sieben Fahrer haben in der Königsklasse mehr Rennen gewonnen als Pedrosa.

Dreimal war der Spanier in den kleinen Klassen Weltmeister. 2003 in der 125er-Klasse sowie 2004 und 2005 in der 250er-Klasse. Mit klassenübergreifend 54 Grand-Prix-Siegen ist Pedrosa in der ewigen Bestenliste ex aequo mit Mick Doohan auf Platz sieben.

In seiner gesamten Karriere von 2001 bis Ende 2018 fuhr Pedrosa ausschließlich für Honda. Er war jahrelang neben Valentino Rossi, Casey Stoner und Jorge Lorenzo einer der vier „Aliens“, die das Geschehen in der MotoGP bestimmt hatten.

„Mir fehlt nur der MotoGP-Titel, aber wenn ich an die Zeit der fantastischen vier zurückdenke, dann habe ich mich schon gefragt, wie meine Karriere anders verlaufen wäre, wenn ich zumindest einmal für Yamaha gefahren wäre“, sagt Pedrosa.

Im Frühling 2018 gab es im Hintergrund Gespräche, ob er eventuell ins neue Petronas-Yamaha-Team für 2019 wechseln könnte. Er entschied sich dagegen, verkündete seinen Rücktritt und wechselte ins KTM-Lager als Testfahrer.

Gedanken macht sich Pedrosa keine, wie er in Erinnerung bleiben wird: „Nein, denn obwohl ich keine Rennen mehr fahre, bin ich immer noch mit KTM aktiv in der Weltmeisterschaft involviert. Ich bin zufrieden, wenn den Fans meine Rennen und mein Fahrstil gefallen hat.“

Text von Gerald Dirnbeck

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