Aleix Espargaro - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Laut Aleix Espargaro kämpfte Aprilia auf Phillip Island mit stumpfen Waffen

(Motorsport-Total.com) – Für Aprilia gab es beim Grand Prix von Australien nicht viel zu holen.

Zwar fuhr Aleix Espargaro von Startplatz vier los und war im zweiten Freien Training am Samstagvormittag noch Dritter. Im Rennen reichte es dann aber nur für Rang acht.

Den Kontakt zur Spitzengruppe hatte der Aprilia-Pilot bereits früh verloren. „Es war peinlich, denn wir waren einfach nicht konkurrenzfähig. Wir hatten mit unglaublich viel Spinning zu kämpfen. Ich hätte nie gedacht, dass wir neun Sekunden auf den Sieger verlieren würden. Aber das Spin-Level war verrückt“, so der Spanier.

„Ich versuchte, die Reifen zu schonen. Zu Beginn war ich noch recht schnell unterwegs. Aber ich wusste, dass ich so nicht bis zum Ende fahren kann. Also entschied ich mich, die Reifen zu managen. Aber selbst dann waren die letzten zwei, drei Runden dramatisch.“ Da fiel Espargaro noch von Platz sechs auf acht zurück.

Aleix Espargaro: „Uns fehlte einfach der Grip“
„Die meiste Zeit verlor ich in den Kurven 11 und 12 sowie 2 und 6“, erklärt der Aprilia-Pilot. „Ich weiß auch nicht, warum wir dort so viel Spinning hatten. Uns fehlte einfach der Grip.“

„Mit dem weichen Reifen konnte ich recht schnell sein, aber wie ich schon oft in dieser Saison gesagt habe: Es geht nicht um den reinen Speed, sondern um das Reifenmanagement und die Strategie. Es war mir unmöglich, auch nur eine halbe Sekunde schneller zu sein als die gesamte Rennzeit“, sagt Espargaro.

Im Rennen entschied sich der 34-Jährige – wie die meisten Fahrer im Feld – für den harten Vorder- und den Medium-Hinterreifen. Da das lange Rennen schon am Samstag stattfand, habe auf seine Performance aber keinen Einfluss gehabt, betont er.

„Wir hatten am Freitag genug Zeit, uns vorzubereiten – und das bei guten Bedingungen, auch im dritten Training. Es hätte also nichts geändert, wären wir am Sonntag gefahren.“

Vinales hatte schon am Freitag eine Vorahnung
Sein Teamkollege Maverick Vinales, der sich noch am Freitag mit Platz drei in Szene setzen konnte, kam im Rennen nicht über Rang elf hinaus. „Ich bin dieselben Zeiten wie am Freitag gefahren, aber die Konkurrenz war schneller“, sagt.

„Mir war schon am Freitag klar, dass es schwer für uns werden würde, denn wenn man im vierten Sektor drei Zehntel verliert, bedeutet das, dass man keine Traktion hat. Es war also ein hartes Rennen. Ich versuchte, das Spinning unter Kontrolle zu halten, aber der Reifen hat früher abgebaut und es war schwierig.“

„Wir müssen verstehen, warum wir auf manchen Strecken eine super Traktion haben und auf anderen Strecken in diesem Bereich die Schwächsten sind“, mahnt der Spanier. „Wir müssen besser verstehen, was der Asphalt, was der Reifen von uns braucht. Denn für uns kommen die Probleme oft überraschend.“

„In Mandalika hatten wir mit einer anderen Karkasse unglaublichen Grip im Vergleich zum Vorjahr. Aber dann kommen wir hierher und haben keinen Grip, keine Traktion“, so Vinales.

Vinales: Müssen das Problem mechanisch lösen
„Aber es ist kein Problem der Elektronik, es ist eine mechanische Sache, die uns auf manchen Strecken hilft und auf anderen bestraft“, hält der Aprilia-Pilot fest. „Dabei verlieren wir vor allem in langsamen Kurven, wie hier in Kurve 4 und 10.“

Eigentlich liegt Vinales Phillip Island: „In den Bereichen, in denen das Motorrad gut funktioniert, mache ich im Vergleich zu unserer Konkurrenzden Unterschied. In Sektor drei war ich der Schnellste hier. Das heißt, dass ich etwas Besonderes auf dieser Strecke habe. Ich kann es mit diesem Motorrad nur nicht umsetzen.“

„Natürlich gefällt mir das nicht. Ich will Erster sein, aber auf dieser Strecke ist das Bike nicht bei seinem Maximum und das müssen wir verstehen“, bekräftigt der 28-Jährige.

Text von Juliane Ziegengeist, Co-Autor: Jamie Klei

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