Jorge Lorenzo - © Michelin

© Michelin – Jorge Lorenzo verbesserte in den letzten eineinhalb Stunden seine Zeit nicht

Die Eingewöhnung von Jorge Lorenzo auf die Ducati Desmosedici setzt sich in dieser Woche beim Test in Australien fort.

Mit besonders schnellen Zeiten glänzte der dreifache MotoGP-Weltmeister am Mittwoch nicht, doch der erste Tag lief deutlich besser als der Auftakt vor zwei Wochen in Malaysia. Mit 1,134 Sekunden Rückstand belegte Lorenzo direkt hinter Rookie Jonas Folger den elften Platz.

Das beunruhigt bei Ducati derzeit aber niemanden, denn zunächst geht es darum, dass der Spanier das Motorrad versteht und sich wohlfühlt, bevor er richtig pushen kann.

Teammanager Davide Tardozzi sagt bei ‚MotoGP.com‘: „Jorge testet weiterhin die alten Teile, denn er muss verstehen, was wir im vergangenen Jahr verwendet haben. Es ist ein fortlaufender Prozess. Jorge muss sein Motorrad bis zum Ende des Katar-Tests abgestimmt haben. Wir haben also keine Eile. Wir beschäftigen uns nach wie vor mit seiner Sitzposition, denn er fühlt sich noch nicht richtig wohl. Wir haben hier neue Teile für die Ergonomie, wie andere Stummel und einen anderen Sitz. Der Fahrer soll sich wohlfühlen, bevor er richtig pushen kann.“

Insgesamt drehte Lorenzo am Mittwoch 61 Runden und zeigt sich einigermaßen zufrieden: „Der Test hat viel besser als in Sepang begonnen. Heute fuhr ich mit dem Basissetup, das wir am Ende in Malaysia gefunden haben.“ Aber es zeigte sich wieder, dass er bei einer Qualifying-Simulation noch nicht zurechtkommt. „Leider konnte ich in den letzten eineinhalb Stunden meine Rundenzeit nicht verbessern, so wie es anderen Fahrern gelungen ist“, seufzt Lorenzo.

Dafür führt er mehrere Gründe auf: „Der Wind war heute sehr stark. Außerdem hatte der letzte Hinterreifen nicht die erwartete Performance. Trotzdem ist es positiv, dass wir jeden Tag neue Informationen sammeln. Wir machen immer kleine Schritte vorwärts.“ Teamkollege Andrea Dovizioso setzte seinerseits die Vergleichstests mit neuen Teilen fort, um die Sepang-Erkenntnisse zu bestätigen. Er ist für die Ingenieure die Referenz.

Chassis-Tests: Dovizioso ist die Referenz
Mit 0,9 Sekunden Rückstand und Rang acht war „Dovi“ nur unwesentlich schneller als Lorenzo. „Wir haben heute Tests mit dem Chassis gemacht, weil wir wir einige Aspekte präzisieren mussten. Damit haben wir uns den ganzen Tag beschäftigt“, so Dovizioso. „Das Gefühl ist recht gut, aber hier auf dieser Strecke spürt man die fehlenden Winglets deutlich stärker als in Malaysia. Wir müssen noch die Balance und das Setup verbessern. Das steht für morgen auf dem Programm. Dann werden wir sehen, welche Rundenzeiten wir fahren können.“

Schnellster Ducati-Fahrer war am Mittwoch Danilo Petrucci. Der Italiener ging aber in den letzten Minuten auf Zeitenjagd und kam dadurch auf Platz sechs nach vor. Ansonsten war er über den Tag gesehen im hinteren Mittelfeld zu finden. Neu ist, dass „Petrux“ nun zwei GP17 in der Pramac-Box stehen hat, denn in Sepang verwendete Casey Stoner eine Maschine. „Ich bin sehr zufrieden mit dem ersten Tag“, lacht Petrucci. „Wir haben gut gearbeitet und konnten uns auf die Rennpace konzentrieren. Am Ende fuhr ich mit einem neuen Hinterreifen eine gute Rundenzeit.“

Im Gegensatz zu Petrucci kommt sein Pramac-Teamkollege Scott Redding, der die GP16 fährt, in diesem Jahr nicht in die Gänge. Platz 20 ist enttäuschend. Redding hat kein Gefühl und Vertrauen zum Vorderreifen. Er stürzte zweimal, hatte aber auch einen Motorschaden. Auf gleichem Niveau waren am Mittwoch Alvaro Bautista (Aspar) und Hector Barbera mit den Plätzen zwölf und 13. Und auch Karel Abraham zog sich achtbar aus der Affäre und war als 16. schneller als Loris Baz und Redding.

Die Testzeiten aus Phillip Island (Mittwoch):
01. Marc Marquez (Honda) – 1:29.497 Minuten (68 Runden)
02. Valentino Rossi (Yamaha) +0,186 Sekunden (77)
03. Andrea Iannone (Suzuki) +0,429 (70)
04. Maverick Vinales (Yamaha) +0,492 (64)
05. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +0,568 (61)
06. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) +0,765 (87)
07. Dani Pedrosa (Honda) +0,784 (55)
08. Andrea Dovizioso (Ducati) +0,913 (64)
09. Jack Miller (Marc-VDS-Honda) +0,929 (82)
10. Jonas Folger (Tech-3-Yamaha) +1,081 (62)
11. Jorge Lorenzo (Ducati) +1,134 (61)
12. Alvaro Bautista (Aspar-Ducati) +1,273 (68)
13. Hector Barbera (Avintia-Ducati) +1,274 (51)
14. Aleix Espargaro (Aprilia) +1,305 (28)
15. Johann Zarco (Tech-3-Yamaha) +1,370 (80)
16. Karel Abraham (Aspar-Ducati) +1,682 (61)
17. Pol Espargaro (KTM) +1,703 (59)
18. Loris Baz (Avintia-Ducati) +1,752 (60)
19. Alex Rins (Suzuki) +1,935 (66)
20. Scott Redding (Pramac-Ducati) +2,258 (59)
21. Sam Lowes (Aprilia) +2,810 (35)
22. Bradley Smith (KTM) +3,193 (57)

Text von Gerald Dirnbeck

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