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© GP-Fever.de – Ex-Champion Jorge Lorenzo muss die Ducati Desmosedici besser verstehen

Zwei Siege aus sieben Rennen und Platz zwei in der Fahrerwertung: Der Saisonauftakt verlief aus Ducati-Sicht positiv.

Doch es ist nicht wie erwartet Jorge Lorenzo, der mit der Desmosedici die Werkspiloten von Honda und Yamaha ärgert sondern Teamkollege Andrea Dovizioso. Lorenzo schaffte es lediglich beim Spanien-Grand-Prix in Jerez auf das Podium. In der Meisterschaft liegt der erfolgsverwöhnte Spanier nur auf Position sieben.

„Für Jorge lief es schwieriger als erwartet. Das Wetter hat auch oft nicht mitgespielt, denn er braucht mehr Streckenzeit. Die Umstellung auf das Bike war auch schwieriger als gedacht, um komplett ehrlich zu sein. Aber jetzt fühlt er sich immer wohler“, fasst Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti zusammen. „Die Testtage in Barcelona haben ihm auch weitergeholfen“, ist Ciabatti im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘ überzeugt.

Bisher ist Lorenzo noch nicht in ein Stimmungstief gefallen. „Jorge will unbedingt Erfolg haben. Beim Test ist er meistens der erste Fahrer auf der Strecke und spult oft die meisten Runden ab. Er ist auf einer Mission“, lobt Ciabatti. „Obwohl es etwas schwieriger als erwartet ist, beeinflusst das seine Moral nicht. Er kämpft hart und arbeitet eng mit den Ingenieuren zusammen, um die beste Lösung zu finden.“

„Er fühlt sich jetzt mit dem Bike auch wohler, seit er die Hinterradbremse verwendet, was er früher nie getan hat. Er passt seinen Fahrstil auf unser Motorrad an, das sicher ganz anders als sein gewohntes Motorrad ist“, berichtet der Ducati-Sportdirektor voller Zuversicht.

„Ich muss aber auch sagen, dass ich positiv überrascht bin, denn er ist nie schlechter Stimmung. Natürlich müssen wir ihm auch Lösungen geben, damit er sein großes Talent zeigen kann. Von beiden Seiten besteht Vertrauen, dass wir erfolgreich sein werden“, schildert Ciabatti, der Unterstützung von Ducati-CEO Claudio Domenicali erhält.

„Jorge ist ein wahrer Champion. Ihm fehlt noch das Vertrauen für das Motorrad, um 100-prozentig zu pushen“, ist Domenicali überzeugt. „Ich bezweifle nicht, dass Gigi (Dall’Igna) und das Team einen Weg finden, um ihm das Motorrad bereitzustellen, das er braucht, um aufs Podium zu fahren und ganz oben zu stehen. Dort möchten wir ihn sehen“, betont der Ducati-Geschäftsführer.

Text von Sebastian Fränzschky

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