Valentino Rossi - © Michelin

© Michelin – Kann Valentino Rossi in diesem Jahr den zehnten Sieg in Assen perfekt machen?

Das letzte MotoGP-Wochenende in Barcelona verlief für die Yamaha-Werkspiloten alles andere als zufriedenstellend.

Ohne genügend Grip und Traktion kamen Valentino Rossi und Maverick Vinales nur auf den Plätzen acht und zehn ins Ziel. Dabei hatte Rossi hier im Vorjahr noch triumphiert. Es war sein bis dato letzter Sieg in der MotoGP. Die Barcelona-Schlappe kostete den Doktor im WM-Kampf abermals wichtige Punkte.

Das Ziel für den Großen Preis der Niederlande an diesem Wochenende ist deshalb klar gesteckt: Boden gutmachen und in der Spitzengruppe mitkämpfen. Dabei setzt Yamaha alle Hoffnungen in die Erkenntnisse aus dem jüngsten MotoGP-Test in Barcelona. Dort testeten die Piloten nach dem Rennen unter anderem ein neues Chassis, das Rossi für gut befand und das er nun auch in Assen zum Einsatz kommen soll.

„Ich bin glücklich, nach Assen zu kommen, insbesondere nach den beiden Testtagen in Barcelona, die auf ein so schlechtes Rennen folgten. Während des Tests konnten wir ein paar interessante Lösungen probieren. Das habe ich nun auch auf einer anderen Strecke vor, um zu sehen, ob wir uns in die richtige Richtung entwickeln“, erklärt Rossi. Im Vorjahr hatte er in Assen witterungsbedingt wenig Glück und stürzte im Regen.

Rossi: Erster Saisonsieg und zehnter Sieg in Assen möglich?
Seine sonstige Bilanz auf dem TT Circuit Assen kann sich aber durchaus sehen lassen. Sieben MotoGP-Siege konnte der Italiener in der „Kathedrale des Motorsports“ bisher feiern, hinzu kommen zwei Siege in den kleineren Klassen. „Der Große Preis der Niederlande ist immer ein tolles Wochenende, weil die Strecke ist sehr schön. Ich hoffe, in Assen konkurrenzfähig zu sein, denn ich würde gern ein gutes Rennen haben“, sagt der WM-Fünfte.

Teamkollege Vinales führt die Punktetabelle noch an. Doch sein Vorsprung ist nach den beiden Siegen von Andrea Dovizioso (Ducati) auf sieben Zähler geschrumpft. Vinales weiß: „Nach dem schwierigen Rennen in Katalonien kommen wir in Assen mit extra viel Motivation an. Wir brauchen ein Podium und müssen so viele Punkte wie nur möglich mitnehmen. Wir können es uns nicht leisten, in den nächsten Rennen zu straucheln.“

Das Streckenlayout mit einem Mix aus schnellen und langsamen Kurven (sechs links, zwölf rechts) und vielen Richtungswechseln komme der Yamaha M1 sowie seinem Fahrstil entgegen, glaubt der WM-Leader. „Ich war in der Vergangenheit hier recht gut unterwegs, mag die Strecke und genieße es, hier zu fahren“, sagt Vinales weiter. Insgesamt kann er in Assen zwei Siege und zwei weitere Podestplätze für sich verbuchen. Im Vorjahr war er Neunter.

Yamaha-Teamdirektor Massimo Meregalli glaubt fest an ein Comeback seiner Piloten: „Die Pause zwischen Katalonien und Assen haben sich Maverick und Valentino nach den Back-to-Back-Rennen und den Testtagen verdient. Sie hatten die Gelegenheit, wieder Kraft zu tranken für eine der faszinierendsten Strecken der Geschichte. Beide sind in einer guten Form und mögen Assen, daher sind wir zuversichtlich, hier ein gutes Wochenende haben zu können.“

Text von Juliane Ziegengeist

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