Alvaro Bautista Ducati - © LAT

© LAT – Topspeeds: In Thailand war Alvaro
Bautista deutlich schneller als seine
Markenkollegen

(Motorsport-Total.com) – Ducatis neues V4-Superbike schlug bei den beiden ersten WSBK-Rennwochenenen der Saison 2019 ein wie eine Bombe.

Bisher konnte Alvaro Bautista alle Rennen gewinnen. Dabei geholfen hat ihm auch der sehr gute Topspeed der Ducati Panigale V4R. In Thailand kam Bautista in allen drei Rennen auf 314 km/h. Auffällig ist, dass seine Markenkollegen auf den Geraden deutlich langsamer waren.

Teamkollege Chaz Davies ist deutlich größer und schwerer als Bautista und kam nur auf 306 km/h. Und auch Barni-Pilot Michael Ruben Rinaldi lag in diesem Bereich. Der junge Italiener kam in allen drei Rennen auf etwa 307 km/h. Go-Eleven-Pilot Eugene Laverty fuhr nur zwei Runden und fabrizierte keine aussagekräftigen Werte.

Davies stuft die Diskussion über die dominanten Ducati-Topspeeds als unnötig ein. „Der Vorteil, den ich hatte, ist nicht mit dem Vorteil zu vergleichen, den mein Boxennachbar hat. Er ist 15 Kilogramm leichter als ich“, vergleicht der Waliser im Gespräch mit ‚bikesportnews‘. Tatsächlich hatte Davies keine Vorteile im Vergleich zu den Kawasaki- und Yamaha-Piloten, die in etwa gleich schnell waren.

Warum war Bautista so viel schneller auf der Geraden? „Er hat ein sehr gutes Gefühl in Kurve 1 und geht schnell ans Gas. Es ist eine Kombination“, begründet Davies, der in Thailand viel Pech hatte. In Lauf eins kam der Vizeweltmeister zu Sturz und in Lauf zwei streikte die Technik.

Somit gab es wie in Australien nur einen starken Ducati-Fahrer. „Es ist kein Problem, das von der Strecke abhängt. Es geht mehr um die Verbindung zum Motorrad, die Körperhaltung und solche Dinge“, versucht Davies das Ungleichgewicht im Ducati-Werksteam zu erklären.

In Buriram geriet Davies mit Ex-Teamkollege Marco Melandri (GRT-Yamaha) aneinander. Mit der Fahrweise des Italieners war Davies nicht zufrieden. „Marco war ein bisschen über dem Limit. Ich fragte bei ihm nach und offensichtlich erinnerte er sich nicht daran, dass er 15 km/h zu schnell war und mich von der Linie drängte. Dadurch verlor ich viele Positionen“, ärgert sich Davies. „Wenn ich nicht nachgegeben hätte, wäre ich nicht mehr im Rennen gewesen.“

Nach zwei Rennwochenenden liegt Davies in der Fahrerwertung nur auf der elften Position. Auf Phillip Island und in Buriram sammelte der ehemalige Supersport-Weltmeister nur 18 Punkte und liegt bereits 106 Zähler hinter Bautista zurück, der bei den bisherigen Rennen die Maximalpunktzahl einfuhr.

Text von Sebastian Fränzschky

Motorsport-Total.com
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