2017 Ducati - © Ducati

© Ducati – Optisch nahezu unverändert: Die Ducati Panigale wurde im Detail verbessert

Das Ducati-Werksteam präsentierte am Mittwoch offiziell die 2017er-Maschinen für die bevorstehende Saison in der Superbike-Weltmeisterschaft.

Die komplette Ducati-Prominenz war beim Event in Arezzo anwesend. Geschäftsführer Claudio Domenicali, Rennsport-Chef Luigi Dall’Igna, Sportdirektor Paolo Ciabatti und Superbike-Projektleiter Ernesto Marinelli stellten klar, dass nach zwei guten Jahren mit zahlreichen Siegen endlich der Titel folgen muss.

„Wir verpassten im vergangenen Jahr unser Ziel. Dieses Jahr müssen wir es besser machen“, betont Dall’Igna und fügt hinzu: „Das Ziel ist es, die Meisterschaft zu gewinnen.“ Dabei helfen soll auch das Wissen aus dem Grand-Prix-Sport: „Wir transferieren die Ideen aus der MotoGP in die Superbike-WM und umgekehrt. Die Superbike-WM ist für Ducati sehr wichtig. Es ist ein Teil unserer DNA.“

Chaz Davies gewann in der vergangenen Saison die meisten Rennen, wurde aber nur WM-Dritter. In diesem Jahr soll der Brite nach der Krone greifen. „Chaz ist sehr wichtig für uns. Er ist der einzige Fahrer, der bisher mit der Panigale gewinnen konnte. Er ist sehr wertvoll für uns“, unterstreicht Dall’Igna, der auch mit Marco Melandri Erfolge feiern möchte: „Marco gewann Rennen in allen Klassen, in denen er antrat. Ich gewann mit ihm bereits eine Weltmeisterschaft“, spielt er den Titel in der 250er-WM an.

„Es ist eine große Herausforderung und wir sind überzeugt, dass wir eines der stärksten Teams haben“, stellt Ducati-Sportdirektor Ciabatti bei der Präsentation klar. Der erfahrene Italiener rechnet 2017 erneut mit einem Zweikampf mit Kawasaki: „Es ist keine einfache Aufgabe, denn wir kennen unsere Gegner sehr gut. Wir wissen, dass sie sehr stark sind“, bemerkt er.

Detailverbesserungen an der Panigale
Die 2017er-Version der Panigale entspricht optisch dem Vorjahresmodell. „Die Änderungen sind nicht besonders gravierend, denn wir hatten Ende 2016 eine sehr solide Basis“, bestätigt Marinelli. Ducati beschäftigte sich im Winter mit Detailverbesserungen bei der Elektronik, Geometrie und Ergonomie. Die Topspeed-Probleme konnten bereits im vergangenen Jahr aussortiert werden.

„In der Vergangenheit hatten wir Probleme beim Topspeed. Wir haben Modifikationen am Motor vorgenommen und dieses Problem gelöst“, kommentiert Marinelli. „Die Wintertests verliefen großartig. Chaz hatte ein sehr gutes Gefühl für sein Motorrad. Marco hatte seit dem ersten Test ein gutes Gefühl. Wir haben das Setup an seinen Fahrstil angepasst.“

Ex-250er-Weltmeister Melandri konnte mit Yamaha, BMW und Aprilia in der Superbike-WM Siege feiern. Mit Ducati möchte der Italiener nach dem Titel greifen: „Ich konnte viele Rennen gewinnen, verpasste aber viele Chancen hinsichtlich der Meisterschaft. Ich würde das gern nachholen“, berichtet der Routinier, der mit Davies einen sehr starken Teamkollegen hat.

Wie stark ist Melandri?
„Es wird nicht einfach, Chaz zu schlagen, doch ich werde mein Bestes geben. Ich freue mich auf Australien und hoffe, dass ich viel Spaß haben werde mit dem Motorrad“, schildert Melandri. Teamkollege Davies beantwortete die Fragen bei der Präsentation auf Italienisch und demonstrierte damit, wie verbunden er sich mit Ducati fühlt. Folgt 2017 Davies‘ erster WM-Titel in der Superbike-WM?

„Das Motorrad sieht dem aus dem vergangenen Jahr sehr ähnlich aus, doch das Team hat sehr hart gearbeitet, um es zu verbessern“, erklärt der Brite, der 2017 so weitermachen möchte, wie er 2016 aufgehört hat. Davies verabschiedete sich mit sechs Laufsiegen in Folge aus der vergangenen Saison.

„Wichtig ist, die gute Arbeit beizubehalten“, betont Davies, der sich mit der Panigale sehr verbunden fühlt: „Es ist mein Motorrad. Ich gewann 16 Mal mit der Panigale. Das Motorrad wird von Rennen zu Rennen besser. Ich fühle mich sehr wohl auf dem Motorrad. Es ist sehr wichtig, dass dieses Gefühl erhalten bleibt.“ Die neue Saison der Superbike-WM beginnt in zwei Wochen auf Phillip Island (Australien).

Text von Sebastian Fränzschky

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