Marc Marquez - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Honda atmet auf: Marc Marquez machte zuletzt deutliche Fortschritte

(Motorsport-Total.com) – Nachdem es um MotoGP-Superstar Marc Marquez einige Wochen lang ruhig war, meldete sich Honda zwei Wochen nach dem Jahreswechsel zurück und gab ein Update zum Gesundheitszustand des Spaniers.

In den vergangenen Wochen machte Marquez bei seiner Genesung deutliche Fortschritte. Die Verbesserungen seiner Sicht waren so deutlich, dass er bereits wieder mit einer Motocross-Maschine trainieren konnte. Eine Operation seiner Augenverletzung ist aktuell kein Thema mehr.

„Ich freue mich, nach drei schwierigen Monaten wieder zurück zu sein. Ein Problem mit der Sicht ist nie einfach. Doch von Monat zu Monat ging es besser und ich fühlte mich besser“, berichtet Marquez, der zuerst mit einem Rennrad trainierte, bevor er aufs Mountainbike stieg und schlussendlich mit einer Motocross-Maschine fuhr.

Böse Erinnerungen an die Saison 2011 besorgen Marc Marquez
Hinter Marquez liegen Monate der Ungewissheit. „Ich folgte den Empfehlungen des Arztes, der sich bereits 2011 um meine Sicht kümmerte. Es war ein langsamer Prozess, doch das wussten wir bereits vorher. Betroffen war ein Nerv, der direkt mit dem Muskel verbunden war. Es war exakt der gleiche Nerv wie bei der Verletzung 2011“, erklärt Marquez, der bereits nach einem Sturz vor zehn Jahren in Sepang Probleme mit der Sicht hatte. Damals verlor er den Moto2-WM-Titel an Stefan Bradl.

Ein Motocross-Sturz im Herbst sorgte dafür, dass das Problem zurückkehrte. „Es war hart, weil man sich nie sicher sein konnte. In den zurückliegenden Wochen spürte ich Verbesserungen. In dieser Woche ließ ich mich erneut untersuchen. Mein Gefühl wurde durch die Ergebnisse bestätigt. Das hat für Freude gesorgt“, schildert der Honda-Werkspilot.

Wiedereinstieg mit dem Motorrad, mit dem er gestürzt ist
„Ich durfte wieder mit einem Motorrad fahren. Ich entschied mich für die Motocross-Maschine, denn damit hatte ich mich verletzt. Gleichzeitig ist es sehr anspruchsvoll, damit zu fahren, denn man muss sehr präzise sein. Es gibt Sprünge, es geht hoch und runter“, erklärt Marquez. „Man benötigt die vollständige Sicht. Die Ergebnisse waren sehr positiv.“

„Jetzt freue ich mich auf den nächsten Schritt“, kommentiert Marquez, der sich einen Test mit einem Superbike oder der MotoGP-Replika wünscht: „Das Team arbeitet an einem Test mit einer CBR1000 oder vielleicht sogar mit der RCV, die ich im Vorjahr nach der Armverletzung pilotierte. Ich hoffe, dass wir das bald hinbekommen und auf einer GP-Strecke testen können.“

Die vergangenen Wochen haben bei Marquez allerdings Spuren hinterlassen. „Mental gesehen war es eine der schwierigsten Phasen in meiner Karriere. Es ist bereits der vierte Winter“, bemerkt Marquez, der in den vergangenen Winterpausen zuerst Probleme mit der rechten Schulter, dann mit der linken Schulter und im Vorjahr mit der Armverletzung beklagen musste.

Teilnahme beim Sepang-Test oder erst beim MotoGP-Auftakt im März?
Vor dem Motocross-Sturz im Herbst deutete vieles darauf hin, dass Marquez wieder zu alter Stärke gefunden hat. Mit seinen Siegen in Texas und Italien deutete er an, ab 2022 wieder zu den Titelanwärtern zu zählen.

„Als ich in Austin und Misano gewann und es bergauf ging, folgte eine weitere Verletzung. Im Leben kann man sich nie sicher sein. Man muss immer positiv bleiben. Sicher ist es hart und ich wünsche das keinem anderen Fahrer. Jetzt geht es mir aber besser“, erklärt Marquez.

Offen ist, ob der Ex-Champion bereits beim Wintertest in Sepang dabei sein kann. „Mein Ziel war es, beim ersten Test oder beim ersten Rennen dabei zu sein. Es sieht so aus, als ob wir uns auf Kurs befinden. Doch vorher muss ich auf einem GP-Kurs mit hohen Geschwindigkeiten testen. Die Sicht ist etwas, das man sehr ernst nehmen sollte. Ich werde den Ratschlägen meiner Ärzte folgen“, erklärt die Startnummer 93.

Text von Sebastian Fränzschky

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