Francesco Bagnaia - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Francesco Bagnaia geht in Misano immer wieder mit einer Panigale auf die Strecke

(Motorsport-Total.com) – Eine gute Vorbereitung ist für einen MotoGP-Fahrer das A und O. Dazu gehören Übungen für Kraft und Kondition.

Doch auch auf dem Bike muss ein Motorrad-Rennfahrer fit sein. Viele Fahrer aus dem WM-Zirkus rücken daher regelmäßig auf Dirt-Track-Maschinen aus.

Ducati-Werksfahrer Francesco Bagnaia geht einen anderen Weg: Der Vizeweltmeister geht immer wieder mit einer Panigale auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli auf die Strecke. In der V4-Version verfügt das Vorzeigemodell der Roten über eine Leistung von 215 PS bei einem Trockengewicht von 175 Kilogramm.

Eine leicht modifizierte Straßen-Panigale reicht Bagnaia, um in Misano beeindruckende Zeiten in den Asphalt zu brennen. Mit diesem Motorrad erreicht der Italiener Rundenzeiten im niedrigen 1:35er-Bereich. Zum Vergleich: Der Streckenrekord aus der MotoGP liegt bei 1:31.065 Minuten, aufgestellt im Vorjahr durch Bagnaia höchstpersönlich.

Bagnaia: Probiere in Misano immer verschiedene Dinge aus
Was bringt Bagnaia das Training auf einem leicht modifizierten Serien-Superbike? „Widerstandsfähigkeit beim Fahren“, antwortet er. „Ich versuche einfach, das Training als Chill-Session zu nutzen. Es ist besser für mich, auf der Strecke zu fahren, als im Kraftraum zu sein. Ich genieße es dort immer, das ist meine Heimstrecke.“

Zumal die Charakteristik eines Straßen-Superbikes dank des geringen Gewichts und der hohen Motorleistung noch am ehesten der eines MotoGP-Motorrads ähnelt. So kann Bagnaia beim Training auch mal mit Linien und Bremspunkten spielen.

„Ich probiere immer verschiedene Dinge aus, wenn ich in Misano bin“, sagt er. „Ich nutze das, um Neues auszuprobieren, und um zu trainieren.“ Die Testmöglichkeiten in der MotoGP sind inzwischen stark eingeschränkt. 14 Tage vor einem Event darf auf der betreffenden Strecke gar nicht mehr getestet werden, außer der Renndirektor gestattet es.

Außerdem heißt es im MotoGP-Reglement: „Bei Motorrädern der gleichen Hubraumklasse, in der der Fahrer gemeldet ist, dürfen nur serienmäßige, straßenzugelassene Motorräder verwendet werden.“ Deshalb testet Bagnaia beispielsweise mit einer Straßen-Panigale in Misano. Anpassungen dürfen nur aus Sicherheitsgründen erfolgen und müssen dem Technischen Direktor der MotoGP im Voraus gemeldet werden.

Text von Tobias Ebner

Motorsport-Total.com
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