Maverick Vinales - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Maverick Vinales macht bei Aprilia einen weiteren Reifeprozess durch

(Motorsport-Total.com) – Die Formkurve von Aprilia-Pilot Maverick Vinales zeigte in den beiden MotoGP-Rennen vor der Sommerpause deutlich nach oben.

Schon in der Hitzeschlacht auf dem Sachsenring kämpfte er vor seinem Ausfall um das Podium, in Assen gelang ihm schließlich als Dritter der Sprung auf das Siegertreppchen.

Es war das erste Mal, das Vinales in Diensten des Herstellers aus Noale einen Pokal mit nach Hause nehmen durfte. Der Spanier macht in seiner Aprilia-Zeit einen wichtigen Entwicklungsschritt, wie er selbst zugibt: „In den Rennen, in denen ich Probleme hatte, habe ich viel gelernt. Ich war es nicht gewohnt, von hinten zu starten.“

„In meiner Karriere bin ich eigentlich immer von vorne gestartet, da ich auch immer an der Spitze gekämpft habe. Aber in diesen Zeiten, wo ich [am Start] auf P20 herum stand, habe ich gelernt, wie man kämpft.“ Ein Musterbeispiel dafür war sein Sachsenring-Rennen. Dort habe Vinales „alles, was ich gelernt habe, in den ersten Runden angewandt.“

Maverick Vinales mit Aprilia viel weiter hinten im Qualifying
Tatsächlich kämpfte sich der Aprilia-Pilot innerhalb der ersten fünf Runden vom neunten Startplatz bis auf Position vier nach vorne. Seine furiose Fahrt wurde jedoch kurz nach Rennhalbzeit von einem defekten Ride-Height-Device gestoppt.

Was Vinales‘ These untermauert, ist der Blick auf die Qualifying-Performance. In seinem letzten Jahr im Yamaha-Werksteam kam der Spanier bis zu seinem Rauswurf nach dem ersten Spielberg-Lauf durchschnittlich auf Startplatz 7,7. In der laufenden Saison, seinem ersten vollen Jahr bei Aprilia, liegt der Wert bei 13,6 und ist damit fast doppelt so hoch.

Vinales ist überzeugt: „Ich habe viel gelernt. Und das macht mich zu einem besseren Fahrer für die Zukunft.“ Zu den gelernten Lektionen gehört die richtige Herangehensweise an den Start. „Früher war ich nicht in der Lage, in die erste Kurve zu fahren und zu sagen: ‚Okay, jetzt fahre ich nach außen, jetzt fahre ich nach innen, jetzt fahre ich dort hin'“, so Vinales.

Startphase und Zweikampfführung als wichtigste Lektionen
„Normalerweise bin ich ja aus der ersten Reihe gestartet. Da kommst du in der ersten Kurve an, durchfährst sie, und das wars. Aber jetzt schaue ich mir vorher viele Starts an und sage mir dann: ‚Ich werde jetzt zum überholen dort hinfahren.'“

Und auch im Zweikampf hat Vinales durch das Stahlbad des harten Mittelfelds der MotoGP deutliche Fortschritte gemacht. Zu seinen Yamaha-Zeiten ging der Spanier regelmäßig unter, sobald er ans hintere Ende der Top 10 zurückgefallen war. Als Aprilia-Pilot kann er sich besser behaupten. Er habe die nötige Aggressivität gefunden, sagt Vinales selbst.

Und: „Ich habe auch das richtige Timing für Überholmanöver gefunden. Selbst wenn ich keinen Platz hatte, hatte ich wenigstens das richtige Timing. Das ist wichtig. Und es ist wichtig, ein schnelles Bike auf den Geraden zu haben. Das macht dein Leben einfacher.“

Maverick Vinales hat bislang 16 MotoGP-Rennen auf der Aprilia RS-GP bestritten. In diesem Zeitraum sammelte er bislang 73 Punkte. Abgesehen von seinem dritten Platz in Assen 2022 fuhr er in diesen 16 Läufen noch sechs weitere Male in die Top 10.

Text von Tobias Ebner, Co-Autor: German Garcia Casanova

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