Marc Marquez - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Marc Marquez wird beim Sepang-Test von Francesco Bagnaia verfolgt

(Motorsport-Total.com) – Nach elf Jahren mit der Honda RC213V muss sich Marc Marquez auf die Ducati Desmosedici GP23 einstellen.

Im Laufe der drei Testtage in Malaysia war es ein fortlaufender Prozess. Noch fühlte er sich laut eigener Aussage auf dem Motorrad „steif“.

Seine Rennpace war im Vergleich zu den anderen Ducati-Fahrern auf einem guten Level, aber bei der Qualifying-Attacke fehlte noch Zeit. „Das Level ist vorhanden, aber es ist noch nicht genug“, lautete das Fazit von Marquez.

„Man muss fahren, fahren, fahren. Im Laufe des gesamten Tests waren die Fortschritte positiv. Das ist am wichtigsten. Man muss bei der Zeitattacke komplett anders fahren als mit der Honda. Ich muss noch den Kurvenausgang besser verstehen.“

Nun wurde bei MotoGP.com ein kurzes Video vom Sepang-Test veröffentlicht, das ein Gespräch zwischen Francesco Bagnaia und Marquez zeigt. Dabei sagt der Weltmeister: „Ich war hinter dir und habe gesehen, dass du wie mit der Honda gefahren bist.“

„Ja“, antwortet Marquez, „ich muss verstehen, wie ich das Motorrad fahren muss. In diesem Fall waren die Reifen 22 Runden alt. Ich muss verstehen, wie ich einen Qualifying-Versuch fahren muss.“

„Denn mit der Honda fährt man in eine Kurve und das Motorrad beschleunigt sofort, aber mit der Ducati ist es anders.“ Dieser Einschätzung pflichtet Bagnaia bei: „Ja, weil das Motorrad stabil ist. Vielleicht fühlt es sich etwas schwer an, aber es ist stabil.“

Marquez widerspricht, dass sich die Ducati schwerer anfühlt als die Honda. Aber Bagnaia meint: „Bei der Honda sieht es so aus, dass Richtungswechsel schneller gehen.“ Marquez stimmt zu, aber mit der größeren Aerodynamik war die Honda nicht mehr so agil.

Am kommenden Montag und Dienstag steht auf dem Lusail-Circuit in Katar der letzte Wintertest an. Es sind die letzten Möglichkeiten für Marquez, in Ruhe zu arbeiten und die Ducati besser kennenzulernen, bevor vom 8. bis 10. März der Saisonauftakt auf dem Programm steht.

Im Jahr 2007 hat Casey Stoner in Katar Geschichte geschrieben, als er nach seinem Wechsel von LCR-Honda ins Ducati-Werksteam sofort sein erstes Rennen gewonnen hat. Loris Capirossi und Jorge Martin brauchten nur sechs Starts bis zum ersten Sieg.

Bemerkenswert war Capirossis Triumph im Jahr 2003 in Barcelona, denn in jenem Jahr war Ducati erst in die MotoGP eingestiegen. Am längsten brauchte Danilo Petrucci bis zu seinem ersten Sieg mit der Desmosedici. In seinem fünften Jahr triumphierte er beim Heimrennen in Mugello.

Rennen mit Ducati bis zum ersten Sieg (ohne Sprints):
Casey Stoner: 1 Start (2007)
Loris Capirossi: 6 Starts (2003)
Jorge Martin: 6 Starts (2021)
Enea Bastianini: 19 Starts (2022)
Marco Bezzecchi: 22 Starts (2023)
Jorge Lorenzo: 24 Starts (2018)
Troy Bayliss: 33 Starts (2006)
Fabio Di Giannantonio: 39 Starts (2023)
Francesco Bagnaia: 42 Starts (2021)
Jack Miller: 55 Starts (2021)
Andrea Iannone: 61 Starts (2016)
Johann Zarco: 68 Starts (2023)
Andrea Dovizioso: 71 Starts (2016)
Danilo Petrucci: 74 Starts (2019)

Text von Gerald Dirnbeck

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