Marc Marquez - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Marc Marquez pflügte von Startplatz 20 durchs halbe Feld

(Motorsport-Total.com) – Marc Marquez demonstrierte bei der MotoGP in Assen erneut, warum er die Nummer eins bei Honda ist.

Von Startplatz 20 aus kämpfte sich Marquez durchs Feld und beendete das Rennen als Siebter und war damit bester Honda-Pilot. Seine Markenkollegen konnten erneut nicht mithalten. Dabei musste Marquez am Freitag einen heftigen Abflug verdauen, stürzte am Samstag ein weiteres Mal und musste danach erneut ein Gefühl für seine Honda aufbauen.

„Durch den schweren Sturz am Freitag war es kein einfaches Wochenende. Vor allem am Samstag war es körperlich sehr schwierig“, gesteht Marquez, der nach dem Highsider am Freitag einige kritische Aussagen in Richtung Honda von sich gab. Doch die HRC-Ingenieure reagierten und verbesserten die Elektronikabstimmung.

„Ich bedankte mich als erstes beim Team und den Ingenieuren von HRC“, berichtet Marquez. „Am Freitag war ich ziemlich verärgert über das, was passiert war. Sie haben vom einen auf den nächsten Tag richtig gut gearbeitet und bei der Elektronik einige Parameter verändert. Das erleichtert es, wieder das nötige Selbstvertrauen zurückzufinden.“

„Die schnelle Reaktion war eine große Hilfe. Das Motorrad funktionierte besser und ich fühlte mich sicherer“, erklärt Marquez. Der Sturz im Q1 am Samstagnachmittag hatte zur Folge, dass Marquez von Position 20 ins Rennen gehen musste.

Honda-Performance im Rennen überrascht Marc Marquez
„Es war nicht einfach, das Rennen von ganz hinten zu beginnen. Ich attackierte am Anfang des Rennens sehr hart. Das kostete mich sehr viel Kraft. Ich war von meiner Renn-Performance überrascht. Ich bin stolz. Es ist das erste Rennen auf einem Kurs, der im Uhrzeigersinn befahren wird, das ich gut beenden konnte“, bemerkt die Startnummer 93.

Im Rennen kämpfte Marquez mit seinem Körper. Die knapp 41 Minuten waren alles andere als beschwerdefrei. „Dieser Kurs ist körperlich sehr fordernd“, kommentiert der Ex-Champion, der dennoch das Maximum herausholen konnte.

„Das Motorrad war gut genug, um es aufs Podium zu schaffen. Das macht mich happy“, erklärt Marquez und erklärt näher, was sich hinter den Kulissen abspielte, um die Elektronikprobleme vom Freitag in den Griff zu bekommen.

Wie Honda die Elektronikprobleme vom Freitag lösen konnte
„Es ist nichts, womit sich ausschließlich das Rennteam an der Strecke beschäftigt. Es gab eine Telefonkonferenz mit den Ingenieuren in Japan. Auch die Elektronikexperten aus dem Testteam wurden zugeschaltet“, schildert der HRC-Pilot und lässt durchblicken: „Sie erkannten, dass einige Parameter nicht richtig sind.“

„Der Fakt, dass der Kurs neu asphaltiert wurde, sorgte dafür, dass die Traktionskontrolle bei den besseren Gripbedingungen nicht richtig arbeitete“, erklärt Marquez. „Das verursachte das Problem am Freitag. Natürlich können sie das an der Rennstrecke einstellen. Doch Honda änderte auch einige Parameter, wodurch die Arbeitsweise (der Traktionskontrolle) verbessert wurde.“

„Ich hatte ein größeres Selbstvertrauen. Mit gebrauchten Reifen kam ich richtig gut zurecht. Im Rennen fuhr ich gut, fühlte mich zu Beginn aber nicht richtig wohl. Im zweiten Teil des Rennens gelangen mir am Kurvenausgang Fortschritte“, berichtet der Honda-Werkspilot, der als WM-Zehnter und damit bester Honda-Pilot in die Sommerpause geht.

Text von Sebastian Fränzschky

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