Johann Zarco - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Jorge Martin ist derzeit meilenweit von seinem Teamkollegen entfernt

(Motorsport-Total.com) – Mit Podestplätzen in Le Mans, Mugello und auf dem Sachsenring gelangen Johann Zarco vor der Sommerpause konstante Spitzenergebnisse. Oft zeigte der Franzose dabei auch Aufholjagden im letzten Renndrittel. Aber nach der langen Sommerpause ist bei ihm der Faden gerissen.

In den vergangenen vier Hauptrennen gelang Zarco mit Platz vier in Barcelona nur ein Spitzenergebnis. Damit stand er klar im Schatten seines Pramac-Ducati-Teamkollegen Martin. Der Spanier stand in Barcelona auf dem Podest und dominierte zuletzt in Misano.

In Italien gewann Martin von der Poleposition den Sprint und den Grand Prix. Warum ist Zarco derzeit so weit von seinem Teamkollegen entfernt? „Jorge hat seit Malaysia den Speed. Er hat die Balance für das Motorrad seit Anfang an mit der Ducati gefunden“, meint Zarco.

„Dann hatte er 2022 ein paar Probleme und hat verschiedene Dinge probiert. Schließlich ist er zu dem zurückgekehrt, was für ihn funktioniert.“ Auch die Motorspezifikation war im Vorjahr problematisch. In diesem Jahr fühlt sich Martin viel wohler.

Aber was ist bei Zarco los? „Für mich ist es schwierig, weil ich andere Gefühle als er habe. Ich weiß mehr oder weniger, was für mich funktioniert. Aber da ich noch nicht gewonnen habe, suche ich nach anderen Lösungen. Das ist der Grund dafür.“

„Es ist sehr interessant, aber ich gebe meinen Weg nicht auf. Momentan finde ich aber nicht so wie Jorge den Weg, bei dem alles funktioniert. Ich weiß, was er spürt. Wenn man Rundenrekorde bricht, dann ist es oft einfach. Aber diesen Punkt habe ich noch nicht erreicht.“

Während Martin in Misano mit neuem Rundenrekord die Poleposition eroberte, kam Zarco nicht über Q1 hinaus. Von Startplatz 16 wurde es im Sprint Rang 14. Im Grand Prix wurde es der zehnte Platz. Er sah sich die Daten von Martin genau an.

„Das hat mir geholfen, für die nächsten Rennen einige Dinge auszuarbeiten. Jorge war auf einem anderen Level. Er hat von Beginn an den Speed, auch wenn er manchmal nicht alles auf die Reihe bekommt. Ich wäre gerne in seinen Schuhen und würde gerne ein Wochenende so dominieren.“

Mit 147 Punkten ist Zarco WM-Sechster. Martin hat exakt 100 Zähler mehr auf dem Konto und ist als Zweiter im WM-Kampf dabei. Im nächsten Jahr verlässt Zarco Pramac-Ducati und fährt für das LCR-Honda-Team.

Text von Gerald Dirnbeck

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