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© LAT – Starker Auftakt: Ducati hat aktuell drei
Fahrer in den Top 4 der Meisterschaft

(Motorsport-Total.com) – Das neue Reglement für die Superbike-WM-Saison 2018 war das bestimmende Thema in der Winterpause.

Die eingeführten Drehzahllimits sollten vor allem Kawasaki und Ducati einbremsen und den anderen Herstellern die Chance geben, die Lücke zu schließen. Bei den Tests in Spanien und Portugal kämpfte vor allem Ducati mit den neuen Gegebenheiten.

Von den schnellsten Zeiten der Kawasakis waren Chaz Davies und Marco Melandri meilenweit entfernt. Doch beim Saisonstart in Australien sicherte sich Melandri zwei Siege. In Thailand konnte Davies einen Laufsieg feiern. Im Duell mit Kawasaki steht es nach zwei Wochenenden 3:1 hinsichtlich der Siege – damit hätte nach den Tests in Jerez und Portimao wohl niemand gerechnet.

Hat Ducati im Winter Spielchen gespielt? „Ich denke nicht, dass sie ihre Form bei den Tests verschleiert haben“, kommentiert Weltmeister Rea und nennt die Gründe: „Chaz war nach dem Test im November verletzt. Marco war in Jerez stark. Er landete nicht an der Spitze der Wertung, doch er fuhr genau so schnelle Zeiten wie die anderen.“

Zu viel Drama bei Ducati?

Warum kamen aus dem Ducati-Lager dann so viele Klagen? „Sie haben Fahrer, die den Mund aufmachen, wenn sie sich benachteiligt fühlen. Ich bevorzuge… Deswegen habe ich aktuell nicht so ein negatives Gefühl“, bemerkt Rea. „Es klang so, als würde man sie benachteiligen. Doch das Kundenteam liegt mit Xavi Fores in der Meisterschaft vor Chaz Davies. Das zeigt, auf welchem Niveau sie sich befinden. Ich bin mir sicher, dass sie die Konkurrenzfähigkeit der Kawasaki unterstreichen würden, wenn Toprak Razgatlioglu Dritter in der Meisterschaft wäre.“

„Ich kann nicht beeinflussen, was die anderen Fahrer machen. Ich kann mich nur auf mich konzentrieren“, so Rea. „Ich fühle mich wieder wohl auf der Maschine. Es ist wichtig, das gute Gefühl zurückzufinden. Über den Winter ging dieses Gefühl ein bisschen verloren. Der neue Motor muss anders gefahren werden. Ich verstand, wie das Motorrad gefahren werden muss, doch wir mussten die Balance der Maschine verändern, um das zu realisieren.“

„Nach den Rennen auf Phillip Island und in Thailand fühlte ich mich immer besser auf dem Motorrad. Es war nicht so gut wie im vergangenen Jahr, doch es war besser als davor. Ich bin mir sicher, dass wir Schritt für Schritt Fortschritte erzielen können“, erklärt der Titelverteidiger. Vor dem Europaauftakt in Aragon liegt Rea auf Position eins der Fahrerwertung. Zwei Punkte Vorsprung hat der Nordire auf Australien-Sieger Melandri. Dahinter folgen die Ducati-Markenkollegen Fores und Davies. Die Top 4 liegen aktuell innerhalb von zwölf Punkten.

Yamaha schließt die Lücke
Die bisherigen Rennen hielten für die Fans reichlich Spannung bereit. Das neue Reglement scheint seine Wirkung erreicht zu haben. Davies strahlte nach seinem Sieg beim zweiten Lauf in Thailand und erinnerte sich gern an die Szenen nach dem Start zurück: „In den ersten Runden war es total chaotisch. Es hat aber extrem viel Spaß gemacht, sich zu überlegen, wo man überholen kann. Alle Fahrer waren übers Wochenende ähnlich schnell. Man musste sehr genau schauen, wer wo welche Stärken und Schwächen hat und wo man überholen kann. Man musste geduldig sein.“

Yamaha erreichte in Thailand beinahe das Niveau von Kawasaki und Ducati. In Lauf zwei schafften es Michael van der Mark und Alex Lowes aufs Podium. „Hoffen wir, dass es im restlichen Saisonverlauf weiterhin so eng zugeht. Es ist absolut fantastisch und macht sehr viel Spaß“, kommentiert Lowes.

„Im Vorjahr hatte ich einige Duelle mit Michael, aber in diesem Jahr kämpfen wir in jedem Rennen. Das macht sehr viel Spaß. Man will natürlich in erster Linie seinen Teamkollegen schlagen und wir sind immer eng beisammen. Wir pushen uns gegenseitig, was für das Team sehr gut ist. Ich habe mit Chaz, Tom (Sykes) und Eugene (Laverty) gekämpft. Man versucht zu schauen, wo man den anderen überholen kann und nicht zu viel Zeit verliert. Darum geht es im Rennsport. Ich hoffe, dass es das ganze Jahr über so eng beisammen bleibt. Für uns Fahrer ist das zwar stressiger, aber es macht sehr viel Spaß und ich hoffe, auch den Zuschauern daheim“, so der Yamaha-Pilot.

Text von Sebastian Fränzschky

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