Jonathan Rea - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Jonathan Rea reagiert auf die Kritik für sein Manöver in Frankreich

(Motorsport-Total.com) – Der Zusammenstoß von Jonathan Rea und Alvaro Bautista war bei der Superbike-WM in Magny-Cours das große Gesprächsthema.

Nach dem Rennen kochten die Emotionen vor allem im Lager von Ducati hoch. Rea wurde beschuldigt, den Sturz absichtlich herbeigeführt zu haben. Der Rekord-Champion reagierte souverän und überlegt auf die Anschuldigungen.

In zwei Wochen wird die Saison in Barcelona fortgesetzt. Bis dahin können sich die Gemüter beruhigen. Wird der Crash in Barcelona erneut das bestimmende Thema sein? „Das denke ich nicht. Wir müssen nicht so tun, als ob wir beste Freunde sind. Es ist eine Rivalität“, kommentiert Rea.

„Natürlich ist es schön, wenn man von seinen Gegnern respektiert wird. Aber ich gehe da raus, um das Beste für mich und für mein Team zu leisten. Ich versuche, die anderen Fahrer zu respektieren. Dieses Mal war er leider derjenige, der die Folgen von hartem Racing spüren musste“, bedauert Rea gegenüber ‚WorldSBK.com‘ und betont: „Ich werde das nächste Wochenende nicht anders angehen.“

Im Gesamtklassement liegt Rea nach sieben von zwölf Wochenenden 47 Punkte zurück (zum WM-Stand). Den Gewinn der Meisterschaft schreibt der Kawasaki-Pilot nicht ab, auch wenn er seit Ende Mai kein Rennen mehr gewinnen konnte und somit die längste Durststrecke seit dem Wechsel zu Kawasaki erlebt.

„Es gibt noch so viele Punkte zu holen. Wir kennen alle sehr gut die Geschichte von 2019, wie es zur Wende kam und welchen Vorteil ich am Ende der Saison hatte“, bemerkt Rea. „Jedes Wochenende ist eine Chance. Wir müssen versuchen, das Beste zu geben.“

„Wir können nicht kontrollieren, was nicht in unserer Macht steht. Stattdessen müssen wir versuchen, aus dem Motorrad und aus mir das Maximum herauszuholen“, erklärt Rea, der kommende Woche als WM-Dritter zum Heimspiel seines Provec-Teams reist.

Text von Sebastian Fränzschky

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