Jorge Lorenzo - © Yamaha

© Yamaha – Jorge Lorenzo (99) und Valentino Rossi (46) waren jahrelang Teamkollegen

(Motorsport-Total.com) – Yamaha verkündete vor einigen Wochen, dass Ex-Champion Jorge Lorenzo der neue Testfahrer wird.

Wenige Tage nach der Bekanntgabe drehte Lorenzo bereits seine ersten Runden mit der Yamaha M1. Beim MotoGP-Test in Sepang fuhr der Spanier an zwei Tagen, durfte aber noch nicht das 2020er-Modell testen. Lorenzo ist überzeugt, dass er Yamaha in Zukunft helfen wird, da er bei den Tests sehr feinfühlig vorgeht und somit glasklare Feedbacks liefert.

Durch die steigende Anzahl an Rennen und die immer weniger werdenden Testtage sind private Testteams von großer Bedeutung. „Die Tests sind heutzutage sehr wichtig. Es ist entscheidend, eine gute Richtung einzuschlagen“, bestätigt Lorenzo im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘.

Beim Vorsaison-Test in Sepang wurden die Weichen gestellt. „Wenn man hier einen Fehler macht und beim Motor oder beim Chassis den falschen Weg einschlägt, dann geht einem die Zeit aus, um es zu ändern“, stellt Lorenzo klar.

Für die Ingenieure ist es die wohl stressigste Zeit des Jahres. Der Saisonauftakt rückt in großen Schritten näher. Vor der Homologation müssen die Eindrücke der Fahrer ausgewertet und umgesetzt werden. Falsche Entscheidungen treffen die etablierten Hersteller besonders im Bereich Motor stark, denn vor dem Saisonstart wird die Entwicklung der Aggregate eingefroren.

Genau dabei möchte Lorenzo helfen, indem er eindeutige Feedbacks liefert. „Eine meiner Stärken als Fahrer war, dass ich sehr feinfühlig bin. Das war bereits als Kind so. Wenn mein Vater eine kleine Änderung machte, spürte ich sofort, dass etwas nicht stimmt“, erinnert sich der dreimalige MotoGP-Champion.

„Ich verfüge über eine Sensitivität, die anderen Fahrern fehlt. Ich war noch feinfühliger als Valentino (Rossi), der bereits ein sehr sensibler Fahrer ist. Yamaha kann das nutzen und Fehler beim neuen Motorrad vermeiden“, so Lorenzo.

Text von Sebastian Fränzschky

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