Jorge Martin - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Jorge Martin sieht sich selbst in einem Aufwärtstrend

(Motorsport-Total.com) – Beim Grand Prix von Österreich steht an diesem Wochenende ein Duell im Mittelpunkt.

Spielberg wird das entscheidende Rennen für Enea Bastianini und Jorge Martin werden. Anschließend will Ducati die Entscheidung treffen, wer im nächsten Jahr ins Werksteam wechselt. Beim Heimrennen in Misano Anfang September soll der Teamkollege von Francesco Bagnaia präsentiert werden.

Bastianini hat in der laufenden Saison drei Rennen gewonnen. Mit 118 Punkten ist der Italiener WM-Vierter. Martin stand zweimal als Zweiter auf dem Podest. Er hat 81 Zähler gesammelt und ist WM-Elfter. Der Spanier hatte auch mehrere Ausfälle.

Außerdem hatte Martin Mühe mit einer alten Verletzung und musste auch an der rechten Hand operiert werden. Deshalb hat Ducati die Entscheidung auf Ende August verlegt, um beiden Fahrern mehr Zeit zu geben, sich zu präsentieren.

Zuletzt in Silverstone setzte sich Bastianini in der Schlussphase durch und schnappte Martin den vierten Platz weg. Nun wartet Spielberg, wo Martin im Vorjahr als Rookie seinen ersten Sieg in der Königsklasse gefeiert hat.

„Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung“, wird Martin von der ‚AS‘ zitiert. „Wenn ich dir sagen könnte, wo ich im nächsten Jahr sein werde. Aber ich weiß es nicht. Vor sechs Rennen hatte ich eine etwas klarere Idee, aber nach allem was passiert ist.“

„Ich versuche um die Position zu kämpfen, in der ich sein möchte. Das ist das Ducati-Werksteam. Aber ich fahre meine Meisterschaft, egal ob ich bei Pramac oder bei Ducati bin. In beiden Fällen werde ich das gleiche Material zur Verfügung haben. Das ist wichtig.“

„Vom Image her und um den WM-Titel zu kämpfen, ist es besser im Werksteam zu sein. Aber das Material ist gleich. Es würde mich nicht zu sehr beeinflussen, wenn ich bei Pramac bleiben würde“, sagt Martin.

Denn das Pramac-Team wird auch im nächsten Jahr die gleiche Desmosedici erhalten wie das Werksteam. Die Pramac-Fahrer haben auch Werksverträge und werden von Ducati bezahlt. Somit sind die sportlichen Voraussetzungen praktisch gleich.

Martin gibt zu: Verletzungen haben ihn geändert
Die bisherige Saison von Martin glich einer Achterbahnfahrt. Zuletzt stabilisierten sich seine Ergebnisse. Seit dem zweiten Platz in Barcelona war er immer in den Top 10. „Normalerweise bin ich in der zweiten Saisonhälfte immer konkurrenzfähiger“, blickt er voraus.

„Wenn ich die Rennen auf den Positionen beendet hätte, die ich hatte als ich gestürzt bin, dann wäre ich in den Top 4 in der Meisterschaft. Meine realistische Position ist also nicht dort, wo ich stehe. Ich hole aber auf und denke, unsere Stärken kommen noch.“

Im Rückblick war ein Knackpunkt sein schwerer Sturz in Portimao im Vorjahr, als er sich mehrere Verletzungen zugezogen hatte. Martin verpasste deshalb insgesamt vier Rennen. Auch die Handoperation in diesem Frühsommer war eine Folge von damals.

Das hat ihn verändert: „Ja, ich habe nun mehr Angst vor Stürzen und habe mehr Respekt vor Verletzungen. Das ist eine Änderung, die ich beim Fahren spüre. Ich habe immer ein Sicherheitspolster. Früher war ich vielleicht etwas verrückter. Aber es hat mir auch geholfen, rationaler zu denken, bevor ich etwas tue.“

Text von Gerald Dirnbeck

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