Maverick Vinales - © LAT

© LAT – Maverick Vinales ist nur schnell, wenn
er seine Linien fahren kann

(Motorsport-Total.com) – Nach der Pole-Position von Maverick Vinales herrschte am Samstag im Lager von Yamaha große Erleichterung.

Doch die Euphorie hielt nicht lange an. Ernüchterung machte sich nach dem ersten Rennen der Saison in der Box der Startnummer 12 breit. Platz sieben war nicht das, was sich Vinales für den Grand Prix von Katar ausrechnete. In den Zweikämpfen konnte der Yamaha-Pilot kaum Gegenwehr leisten. Auf den Geraden war die Yamaha deutlich langsamer als die Maschinen seiner Gegner. Die hohen Kurvengeschwindigkeiten konnte Vinales im Zweikampf nicht umsetzen.

„Wenn ich alleine fahre, dann kann ich gute Rundenzeiten fahren. In einer Gruppe ist das aber sehr schwierig. Ich muss dann komplett anders fahren“, ärgert sich der Spanier. „Ich muss andere Linien fahren und bin langsamer, als wenn ich alleine meine Runden drehe. Es ist eine weitere Sache, mit der wir uns beschäftigen müssen. Wir wissen nach diesem Rennen besser, was wir am Motorrad verbessern müssen.“

„Wir müssen versuchen, eine Abstimmung zu erarbeiten, mit der ich besser mit den anderen Fahrern
kämpfen kann“, erklärt Vinales. „Als ich hinter den anderen Fahrern fuhr, musste ich Stop-&-Go-Linien fahren, wie es die anderen machen. Ich habe die Reifen stark beansprucht, als ich versuchte, Überholmanöver zu starten.“

„Am Ende fehlte mir die Haftung am Hinterrad. Mehr war nicht drin“, bedauert der Pole-Setter, der zeitig seine Führung verlor. „Wir wissen, dass wir uns deutlich verbessern müssen, vor allem beim Start. Ich startete nicht schlecht, doch in der ersten Kurve kam ich weit raus. Ich muss mich in der Startphase deutlich verbessern.“

Trotz der Probleme freut sich Vinales auf Argentinien. „Auf eine Runde sind wir schnell. Das wissen wir. Wir sind auch schnell, wenn wir alleine unseren Rhythmus fahren. Als nächsten Schritt müssen wir das Motorrad für die Zweikämpfe verbessern“, so der Yamaha-Pilot.

Text von Sebastian Fränzschky, Co-Autor: Oriol Puigdemont

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