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© LAT – KTM holte in der
Saison 2017 fünf Punkte mehr als Aprilia

Beim Saisonfinale 2017 überrumpelte KTM die Konkurrenz von Aprilia und sicherte sich Platz fünf in der Herstellerwertung.

Für die KTM-Verantwortlichen war das ein unerwartetes Ergebnis in der MotoGP-Debütsaison. Im zweiten Jahr orientieren sich Pol Espargaro und Bradley Smith erneut an Aprilia. Dass man Aprilia bereits hinter sich gelassen hat, möchte man bei KTM noch nicht wahr haben.

„Im vergangenen Jahr hatten wir Glück, dass wir mehr Punkte sammeln konnten als Aprilia. Wenn wir uns anschauen, was Aleix (Espargaro) phasenweise mit dem Motorrad anstellen konnte, dann würde ich nicht behaupten, dass wir auf dem gleichen Level waren“, kommentiert Smith und fügt hinzu: „Doch im Winter hatte ich den Eindruck, dass wir jetzt auf dem gleichen Niveau sind.“

„In Katar sind sie schnell. Selbst Scott Redding war dort schneller als auf anderen Strecken. Alle liegen sehr eng beieinander in diesem Jahr. Das macht es spannend für uns alle“, hält Smith fest. Auch Teamkollege Pol Espargaro orientiert sich an Aprilia: „Wir wissen, wo wir jetzt sind und wo wir begonnen haben. Wir wissen auch, wo Aprilia begann und wo sie jetzt sind. Am Ende der vergangenen Saison waren wir extrem nah dran.“

„Bei den Tests war mein Teamkollege manchmal schneller als die Aprilias. Es ist absolut beeindruckend, dass wir nach nur einem Jahr bereits mit ihnen kämpfen und sie manchmal besiegen“, erklärt Espargaro, der optimistisch auf 2018 schaut: „Sobald wir neue Teile bekommen, werden wir größere Fortschritte erzielen und vielleicht sogar vor Aleix landen.“

Das Bruderduell mit Aleix Espargaro ist aber nichts, das Pol Espargaro genießt. Die Zweikämpfe mit dem älteren Bruder würde der ehemalige Moto2-Champion am liebsten vermeiden: „Das ist etwas, was ich nicht besonders mag, denn man verliert schneller die Kontrolle. Wenn man einen anderen Fahrer überholen möchte, der einem egal ist, dann überholt man einfach. Sicher möchte man ihn nicht verletzen oder ihn aus dem Rennen reißen.“

„Beim eigenen Bruder ist es eine andere Geschichte. Man denkt eine Sekunde länger nach. Eine Sekunde ist in der MotoGP sehr lang. Das ist manchmal nicht gut. Doch es ist, wie es ist. Er ist mein Bruder und wir müssen gegeneinander fahren“, kommentiert der jüngere der Espargaro-Brüder.

Über den Sport reden die Espargaros abseits der Rennstrecken nur selten. „Wir versuchen, es ein bisschen zu trennen und nicht an diesen Krieg zu denken. Wir sind extrem bei der Sache, wenn wir Rennen fahren. Es ist nicht gut, wenn man diese Welt mit nach Hause bringt und sich im Privatleben damit beschäftigt. Wir müssen die anderen Marken respektieren. Es gibt Geheimnisse, die wir nicht verraten möchten“, bemerkt Pol Espargaro und betont: „Wir müssen ein bisschen abschalten und eine normale Bruderbeziehung führen.“

Text von Sebastian Fränzschky & Gerald Dirnbeck

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