Pit Beirer - © KTM

© KTM – KTM-Motorsportchef Pit Beirer (re.) mit dem neuen Teammanager Francesco Guidotti

(Motorsport-Total.com) – KTM hat sich für die MotoGP-Saison 2022 einen neuen Teammanager an Bord geholt.

Francesco Guidotti, der Ende der 2000er-Jahre schon in den kleinen WM-Klassen für KTM tätig war, wurde vor wenigen Monaten von Pramac-Ducati zurück nach Mattighofen geholt. Als KTM-Teammanager folgt Guidotti auf Mike Leitner, der „nur“ noch beratend tätig ist.

Guidotti selbst umreißt seine Hauptaufgaben im MotoGP-Projekt von KTM, das in Person von Brad Binder, Miguel Oliveira, Remy Gardner und Raul Fernandez insgesamt vier Fahrer umfasst, mit den Worten: „Wir müssen die beiden [Werks-]Fahrer bestmöglich unterstützen und dem Tech-3-Team helfen, die beiden Rookies heranzuführen. Das ist ein riesiges Projekt und sie brauchen jemanden, der alles zusammenhält.“

Geht es nach KTM-Motorsportchef Pit Beirer, dann soll Guidotti die Rolle des Teammanagers anders ausfüllen als es Leitner jahrelang tat. „Francesco ist definitiv nicht bei uns, um unser Cheftechniker zu sein. Er ist bei uns, um sich um alle unsere Leute an der Rennstrecke zu kümmern“, so Beirer.

Anders als es der technisch geprägte Leitner soll sich Guidotti „wirklich um die menschliche Komponente kümmern“, wie Beirer unterstreicht und dies an einem Beispiel festmacht: „Was wir nicht wollen ist, dass wir an einem Freitagabend oder an einem Samstagabend eine technische Diskussion zwischen dem Teammanagement und dem Team haben, und wir uns in dieser verstricken.“

„Das Teammanagement soll für die Fahrer da sein“, grenzt Beirer Guidottis Rolle ganz klar von der eines Technikers ab, und stellt heraus: „Wir wollen uns wirklich um die Fahrer und deren Wünsche kümmern. Aus diesem Grund werden wir auch Dani [Pedrosa] häufig bei den Rennen dabei haben.“

„Höchste Priorität muss es sein, zufriedene Fahrer zu haben“, betont der Motorsportchef von KTM vor der insgesamt sechsten Saison des österreichischen Herstellers in der Königsklasse der Motorrad-WM. Binder, Oliveira, Gardner und Fernandez werden es gerne hören. Ob der frische Wind bei KTM auch für entsprechende Erfolge auf der Strecke sorgen wird, muss sich noch zeigen.

Text von Mario Fritzsche

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