Valentino Rossi - © LAT

© LAT – Vor allem auf den Geraden verlor Valentino Rossi beim Frankreich-GP den Anschluss

(Motorsport-Total.com) – Für Yamaha-Pilot Valentino Rossi war das fünfte Rennen der MotoGP-Saison 2019, der Grand Prix von Frankreich in Le Mans, ein solides.

Nach seinem Strategie-Poker vom Samstag als Fünfter ins Rennen gegangen, kam Rossi nach den 27 Runden auch als Fünfter ins Ziel.

In der Anfangsphase des Rennens lag Rossi zwischenzeitlich an vierter Stelle, musste sich dann aber doch hinter insgesamt drei Ducati-Piloten – Andrea Dovizioso, Danilo Petrucci und Jack Miller – einreihen. Dennoch: Auf Sieger Marc Marquez (Honda) fehlten Rossi im Ziel nur drei Sekunden.

„Ich ging mit der Hoffnung auf einen Podestplatz in das Rennen. Das hat nicht geklappt, aber es war trotzdem ein positives Wochenende – besser als Jerez“, bilanziert Rossi und präzisiert: „Mein Start war gut und das Tempo war auch in Ordnung. Im Ziel lag ich dicht hinter unseren Hauptgegern.“

Yamaha mit zu wenig Topspeed
Woran hat es gelegen, dass es mit dem von ihm selbst erhofften Podestplatz nicht geklappt hat? „Leider verlieren wir beim Beschleundigen zu viel Zeit. Aus diesem Grund war es schwierig, an den Vorderleuten dran zu bleiben. Aus den Kurven heraus waren sie sehr schnell“, bemerkt Rossi.

Die Winglets an der Verkleidung sind diesbezüglich jedenfalls nicht der Stein der Weisen. „Wir reden immer über diese Flügel, aber das ist nur ein ganz kleiner Teil. Sie sind gut, um beim Beschleundigen einen Wheelie zu verhindern, aber was den Topspeed betrifft, verlieren wir einfach zu viel. Es sieht so aus als würden uns die Geraden nicht liegen“, so Rossi.

„Gegen Ende des Rennens kam ich ein bisschen besser zurecht. Ich konnte an ‚Dovi‘, Petrucci und Miller dranbleiben und hatte die Hoffnung, Miller noch überholen zu können. Doch um das zu schaffen, hätte ich ein bisschen mehr Speed gebraucht“, unterstreicht der Yamaha-Pilot, dessen Teamkollege Maverick Vinales in der siebten Runde von Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) abgeräumt wurde und wie schon in Termas de Rio Hondo eine unverschuldete Nullnummer verbuchte.

Als positiv stellt Rossi nach fünf Rennen mit der 2019er Yamaha M1 heraus: „Das Bike lässt sich gut fahren. Wenn wir alles geben, können wir um das Podest kämpfen. Das Bike hat seine Stärken, aber die sind streckenabhängig.“

In der MotoGP-Gesamtwertung rangiert Rossi weiterhin an vierter Stelle. Der Rückstand auf WM-Spitzenreiter Marquez beträgt nun aber schon 23 Punkte. Als nächstes steht in zwei Wochen (2. Juni) das erste von Rossis zwei Heimrennen im MotoGP-Kalender an: der Grand Prix von Italien in Mugello.

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Text von Mario Fritzsche, Co-Autor: Lena Hemery

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